Mit Geschick zum nötigen Stammkapital

Mit Geschick zum nötigen Stammkapital Zittau, 25. Januar 2021. Um eine eigene Firma zu gründen, braucht es ein gewisses Startkapital. Ist dieses nicht in ausreichendem Umfang vorhanden, so sind Gründer auf fremdes Kapital angewiesen. Zum Glück gibt es mittlerweile viele Investoren, die sich auf Start-ups und junge Unternehmen konzentrieren. Wie so oft ist es die grundlegende Idee, die darüber entscheidet, ob Investoren aufspringen – oder eben nicht.

Abb.: Bei einer Unternehmensgründung die Weichen gleich richtig stellen, sonst explodiert der Aufwand

Foto: Daniel Kirsch, Pixabay License

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Wer es gleich richtig macht, spart Lehrgeld

Betrachtet man die gute zugrundeliegende Idee als den Startpunkt einer Unternehmensgründung, so muss in weiteren Schritten die nötige Infrastruktur geschaffen werden, auf der aufgebaut werden kann. Deshalb spielt das liebe Geld bei der Gründung eines Unternehmens eine derart eine wichtige Rolle. Wurden noch keine eigenen Gewinne erzielt, so müssen dennoch etwa Mieten, die laufenden Kosten, Gehälter und Sozialabgaben bezahlt sowie Inventar, Verbrauchsmittel und gegebenenfalls Rohstoffe eingekauft werden.

Gerade zu Beginn ist es deshalb besonders wichtig, die Finanzen ständig im Auge zu behalten. Jede Investition muss genau überprüft werden, denn gelingt es nicht, den Überblick zu bewahren, so manövrieren sich Gründer schnell in eine unangenehme Situation. Diese bedeutet mitunter, dass keine Liquidität mehr vorliegt. Dann muss schnell muss neues Geld beschafft werden und das Verhältnis zu den Investoren beginnt gewöhnlich zu leiden.

Deshalb steht in der kurzfristigen Betrachtung nicht nur in der Gründungsphase, sondern generell die Liquidität an erster Stelle. Ohne Gewinne kann man eine Weile überleben, ist man aber nicht mehr zahlungsfähig, steht des Ende vor der Tür. Tipp: Wer eine Haftungsbeschränkung per Rechtsform des Unternehmens sucht, kann zunächst das notwendige Stammkapital einsparen, wenn er etwa statt einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) eine eine UG (haftungbeschränkt) – UG steht für Unternehmergesellschaft – gründet. Hier wird das Stammkapital erst nach und nach aus den realisierten Gewinnen aufgebaut. Natürlich steht nichts im Wege, gleich zur Gründung der UG Stammkapital einzuzahlen, denn Stammkapital steigert das Vertrauen von Geschäftspartnern.

Auch solche Prozesse, um die sich jede Firma kümmen muss, sind längst ins Internet verlagert, wo sich spezialisierte Dienstleister etabliert haben. Qonto ist ein solcher Dienstleister, der seit 2017, dem Geburtsjahr des Start-ups, sein Angebot als lizenziertes Finanzinstiitut für Unternehmen aller Größenordnungen bereitstellt – und zwar von Anfang an. Hier ist es der Anspruch, Software-Werkzeuge und Schnittstellen für Software-Integrationen anzubieten, mit denen sich das Finanzmanagement und die für viele leidige Buchhaltung mit weniger Aufwand erledigen lassen. Das Konzept ist so angelegt, dass die Leistungen des Geschäftskontos mit den Ansprüchen des Unternehmens wachsen.

Von Beginn an die richtigen Entscheidungen

Wer mit dem Gedanken spielt, ein Unternehmen zu gründen, der muss sich für eine bestimmte Rechtsform entscheiden. Jede Rechtsform bietet eigene Vorteile, bringt aber auch unterschiedlichen Aufwand mit sich. In einigen Fällen ist die Gründung mit einer bestimmten Rechtsform, so etwa bei einer GmbH oder einer Aktiengesellschaft, an ein bestimmtes Mindest-Stammkapital gebunden, das jedoch auch als Sachleistung erbracht werden kann. Zudem ist der Verwaltungsaufwand für die Gesellschaft zu beachten, der sich je nach Rechtsform teils erheblich unterscheidet.

Kann das Stammkapital zu Beginn eventuell nicht vor, muss das Projekt daran nicht scheitern. Ein Ausweg kann die Aufnahme weiterer Gesellschafter sein, wodurch sich nicht nur das zu erbringende Stammkapital auf mehrere Partner verteilt, sondern sich bei der GmbH die notwenige Mindest-Einlage – unter Auflage einer Nachschusspflicht – sogar halbiert. Andererseits kann man auch als Einzelunternehmer ohne Stammkapital, aber mit unbeschränkter persönlicher Haftung gründen oder man entscheidet sich für eine UG (haftungsbeschränkt), die erst einmal ohne Stammkapital startet. Faustformel ist, das man zu einer "höheren" Rechtsform, etwa als Einzelunternehmer zur UG (haftungsbeschränkt) oder zur GmbH relativ einfach wechseln kann, in anderer Richtung ist der Aufwand jedoch beträchtlich oder der Weg aus unterschiedlichen Gründen ganz versperrt.

Bei vielen Gründungen ist zudem der Zeitpunkt entscheidend. Dauert der Gründungsprozess zu lange, zieht die Konkurrenz davon, gewinnt Vorsprung und besetzt womöglich entscheidende Marktanteile. Fehlt also zu Beginn das nötige Kapital, so kann es sich als besser erweisen, sehr schnell als Einzelunternehmer oder – unter Beachtung der damit verbundenen Haftungsrisiken, die sich aus der unbeschränkten gesamtschuldnerischen Haftung ergeben – als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR, auch BGB-Gesellschaft genannt) zu starten. Hat man die richtigen Schritte gewählt und es stellt sich der erwünschte Erfolg tatsächlich ein, so kann man das nötige Stammkapital erwirtschaften, um künftig nicht mehr als natürliche Person am Markt teilzunehmen, sondern als juristische Person mit einer Firma.

Mut und eine Portion Glück

Wer sich zu einer Unternehmensgründung entscheidet, der setzt in vielen Fällen alles auf eine Karte. Fakt ist, dass in Deutschland mindestens so viele Unternehmen gibt, die in den ersten drei Jahren scheitern, wie solche, die sich behaupten und langfristigen Erfolg haben. Wer die Risiken bei der Unternehmensgründung eingeht, der darf sich vor dem Scheitern nicht fürchten und sollte dafür einen "Plan B" in der Tasche haben, der bestimmt, unter welchen Kriterien und Parametern das Projekt aufgegeben werden muss und wie es dann weitergehen soll.

Besonders für junge Unternehmen gilt es immer wieder, zwischen Erfolgspotenzialen und Risiken abzuwägen, ältere Unternehmen hingegen können auf Erfahrungen und gewachsene Kundenbeziehungen setzen. Für manche ist es erst der zweite oder dritte Anlauf, der zum Erfolg führt. Basis dafür sind immer wieder die Kunden- und Vertriebsorientierung, die zu ausreichenden Einahmen führt – durch Kosteneinsparung allein kann ein Unternehmen auf Dauer nicht überleben, im Gegenteil: Gute Bezahlung und modernste Ausrüstungen ziehen Experten an, was sich in hoher Qualität und Produktivität sowie bei geschicktem Marketing einer guten Marktpositionierung niederschlägt.

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  • Quelle: red | Foto: Daniel Kirsch, Pixabay License
  • Erstellt am 25.01.2021 - 08:01Uhr | Zuletzt geändert am 25.01.2021 - 10:06Uhr
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