Für ein Ende des "Theater-Stresstests"

Landkreis Görlitz. Für ein Ende des "Stresstests" rund um das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau - vor allem die Zittauer Spielstätte - hat sich der SPD-Bundestagsabgeodnete Wolfgang Gunkel ausgesprochen. Er fordert nachhaltige Lösungen, an deren Erarbeitung alle zuständigen Gremien beteilgt sein sollen. Verhandlungen hinter geschlossenen Türen lehnt Gunkel ab.

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"Kulturraum-Theater" vernichtet Alleinstellungsmerkmal

Thema: Theater Görlitz-Zittau

Theater Görlitz-Zittau

Die Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH (GHT) verfügt über feste Häuser in Görlitz und Zittau und bespielt die Waldbühne Jonsdorf. Als Vierspartenhaus vereint das GHT Musiktheater (Oper, Operette, Musical), Tanz, Schauspiel und die Konzerte der Neuen Lausitzer Philharmonie. Es ist ein wichtiger Teil Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien. Beliebt sind auch die Aufführungen an besonderen Spielstätten. Das Theater engagiert sich in der Theaterpädagogik für Kinder und Jugendliche sowie im interkulturellen Austausch mit Polen und Tschechien.

Die parallel geführte Dikussion um eine Fusion des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau mit dem Deutsch-Sorbischen-Volkstheater zu einem "Kulturraum-Theater" berge laut Gunkel Risiken. Gunkel ist der stellvertretende Vorsitzende des Parlamentarischen Beirats der Stiftung für das sorbische Volk un kennt diese Materie: Das Bautzener Theater sei das einzige bikulturelle Theater Deutschlands, es habe eine wichtige Funktion zur Bewahrung und Förderung der sorbischen Sprache und Kultur. Dafür stelle der Bund über die Stiftung für das Sorbische Volk bedeutende Fördermittel bereit. "Das ist zu bedenken, bevor ein Eingriff in dieses Alleinstellungsmerkmal erwogen wird", warnt Gunkel.

Mehr im Görlitzer Anzteiger vom 20. Januar 2012:
Bedenken gegen Kulturraum-Theater

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  • Erstellt am 21.01.2012 - 13:11Uhr | Zuletzt geändert am 21.01.2012 - 13:11Uhr
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