Willkommen in der Oberlausitz!

Willkommen in der Oberlausitz!Zittau, 9. Mai 2021. Immer wieder weisen der Zittauer Anzeiger und seine Schwesterportale für Bautzen, Görlitz und Weißwasser auf die Vorzüge des Lebens in der Oberlausitz hin – und zwar aus Überzeugung! Wer mit sich und seinem Leben etwas anzufangen weiß, findet hier immer wieder Freiräume und eine ganze Reihe von Institutionen ist bemüht, die Ankunft als weiche Landung in der abwechslungsreichen Region zu gestalten.

Abb.: So hat der Görlitzer Anzeiger das Lebensgefühl in der Oberlausitz auf den Punkt gebracht – zwar fliegen hier auch keine gebratenen Tauben herum, aber zum Kirschen pflücken oder Pilze sammeln braucht man aus dem Redaktions-Trabi stellenweise nicht erst auszusteigen

Foto: © Görlitzer Anzeiger

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Drei Lebensbereiche, die für Neu-Oberlausitzer wichtig sind

Drei Lebensbereiche, die für Neu-Oberlausitzer wichtig sind

Landschaftlich ist die Oberlausitz kaum zu toppen, hier in der Mitte der Löbauer Berg (447,9 Meter) mit seinem gusseisernen Aussichtsturm, rechts der Schafberg (450,5 Meter) mit Funkturm

Foto: © BeierMedia.de

Drei große Lebensbereiche sind es wohl, die den Ankömmling oder Neu-Oberlausitzer sehr unmittelbar interessieren.

Integration – ein Thema für alle Zuzügler

Zuerst geht es darum, persönlich Anschluss zu finden. Der Mensch als soziales Wesen kommt ohne andere nicht aus. In diesem Bereich hat sich in den letzten Jahren viel verändert: Die Oberlausitzer, bekannt als "Granitschädel", sind offener geworden und begegnen den “Zugereisten” gern mit einer liebenswürdigen Neugier und im ersten Gespräch mit einem: "Na, dann willkommen!" Getrübt wird dieses Bild nur von Leuten, die ihre Weltabgewandheit und die Schlichtheit ihres Denkens regelmäßig zur Schau stellen und damit regelmäßig überregional für eher abschreckende Bilder sorgen.

Vor Ort allerdings wird das Leben durchaus von Weltoffenheit und kultureller Vielfalt geprägt, wie nicht erst die Kulturhauptstadtbewerbung der Stadt Zittau deutlich machte, die im Prädikat Kulturherzstadt3 endete, wobei die Drei für die spannende Dreiländerregion von Polen, Sachsen und Tschechien steht. Gewöhnungsbedürftig, wenn nicht gar befremdlich ist hingegen, dass man von Ärzten oft nur auf Empfehlung als Patient angenommen wird.

Tipp:
Wer auf’s Dorf zieht und schnell Anschluss finden möchte, sollte sich ehrenamtlich einbringen; die Ortschaftsräte sind hier gute Ansprechpartner.

Einen Arbeitsplatz finden

Der zweite große Lebensbereich, wenn es nicht gerade um einen Alterssitz geht, ist die Arbeitswelt. Wie in anderen Regionen Deutschlands auch ist hier Geduld bei der Suche nach einem passenden Arbeitsplatz gefragt, andererseits werden überall in der Oberlausitz für bestimmte Qualifikationen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen intensiv gesucht. Dank der Ansiedlung von Verwaltungen und Unternehmen – von der Außenstelle des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Weißwasser, wo aktuell zu den vorhandenen 100 Arbeitsplätzen weitere 100 Beschäftigte eingestellt werden, über die Felgenproduktion von BORBET in Kodersdorf bis zur Neuinvestition des Oberlausitzer Traditionsunternehmens ARNELL in Zittau, um nur drei der vielen Beispiele zu nennen – bieten sich immer wieder neue Chancen für das, was man umgangssprachlich “gute Arbeit” nennt.

Tipp:
Einen Überblick liefert etwa das kuratierte Portal Jobs-Oberlausitz.de, auch die sogenannten Job-Speed-Datings können wieder zu ersten Kontakten verhelfen, sobald es die Corona-Pandemie zulässt.

Gut Wohnen

Nicht zuletzt kommt der dritte große Lebensbereich: das Wohnen. Der Wohnungsmarkt in der Oberlausitz ist höchst differenziert: Weil in den Städten der Leerstand selbst von sanierten Mietwohnungen hoch ist, finden leerstehende Gebäude oft keine Investoren mehr. Auch im ländlichen Raum ist die Situation sehr unterschiedlich: In Reichenbach/O.L. etwa freut man sich über jeden Zuzügler, besonders für Liebhaber interessante Sanierungsobjekte sind hier günstig zu haben.

Im nahen Markersdorf, dessen Ortschaften bereits zum Görlitzer Speckgürtel zählen, freut man sich ebenfalls über Zuzügler und setzt ganz besonders auf Kinderfreundlichkeit, allerdings mit einem Unterschied, den der dort lebende Immobilienmakler Rolf Domke, der sich im Web über die Tätigkeit eines Immobilienmaklers äußert, mit einem Ausruf auf den Punkt bringt: "Ich suche händeringend Baugrundstücke und Wohnobjekte aller Art zum Verkauf an solvente Kunden!" Das ist eine Folge der attraktiven Wohnlagen in den Ortschaften westlich der Landeskrone, des Görlitzer Hausberges, und der Rückkehr vieler, die wegen des früher besonders schwierigen Arbeitsmarktes weggezogen waren.

Tipp:
Je nach Lage und Zustand unterscheiden sich die Immobilienpreise in der Oberlausitz beträchtlich. Mancher versucht, mit einer kostenlosen Immobilienbewertung, wie sie auf Online Portalen möglich ist, den richtigen Verkaufs- resp. Kaufpreis herauszufinden und liegt dann oft genug deutlich daneben, weil nicht alle wertrelevanten Fakten einbezogen wurden. Der Zittauer Anzeiger hat deshalb Wissenswertes zur Immobilienbewertung zusammengefasst.

Ein Haus oder Baugrundstück kaufen: auf die Immobilienbewertung achten

Selbst der Nicht-Fachmann dürfte sich wundern, wenn im Internet eine Immobilie anhand von Kriterien, deren Anzahl man sich an den Fingern abzählen kann, bewertet werden soll. Regelmäßig unbeachtet bleiben dabei, um nur einige Punkte zu nennen, die Sozialstruktur unter den Nachbarn oder etwa Bauvorhaben: Vielleicht führt an der "ruhigen Wohnlage" in wenigen Jahren eine Bundesstraße vorbei oder das Gewerbegebiet des Ortes wird erweitert? Auf die notwendige lokale Expertise verweist auch der Görlitzer Immobilienmakler und Liegenschaftsverwalter Frank Schacher. Hinzu kommt, dass neben den Vor-Ort-Situationen selbst konkrete Immobilienmerkmale von den Online-Tools oft nicht abgebildet werden, etwa wenn Anbauten errichtet wurden oder Teilsanierungen erfolgt sind. Um den wirklichen Immobilienwert geht es auch gar nicht: Ganz offenbar dienen die kostenlosen Online Immobilienbewertungen vor allem dazu, Maklern den Kontakt zu Verkaufsinteressierten zu ermöglichen.

Für bodenständige Immobilienmakler ist es übrigens eine Herausforderung, die enorme Vielzahl höchst unterschiedlicher Objekte, wie sie die Region zwischen Weißwasser, Löbau, Zittau und Görlitz bietet, nicht nur richtig zu bewerten, sondern auch übersichtlich im Griff zu behalten; immerhin müssen sie Interessenten schnell, detailliert und exakt Auskunft geben können. Ob ein Makler in ihrer Anzahl im Grunde unbegrenzte Objekte mit Hilfe der Immobilienmaklersoftware, die er installiert hat, verwaltet, ist deshalb nicht nur eine Frage der internen Effizienz, sondern ist auch für Kaufinteressenten und deren Vertrauen bedeutsam.

Tipp:
Wer mit einem Umzug in die Oberlausitz liebäugelt, sollte sich im Urlaub Land und Leute anschauen und sich nicht scheuen, die scheinbar abgelegensten Ecken aufzusuchen – hier warten immer wieder unverhoffte, spannende Entdeckungen. Zur Immobilienbewertung sind Fachleute mit fundierter Vor-Ort-Kenntnis und Erfahrung prädestiniert; Auskunft über öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige nach Paragraf 36 der Gewerbeordnung zur Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken gibt zudem die Industrie- und Handelskammer.

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  • Quelle: red | Leben wie Gott in Frankreich: © Görlitzer Anzeiger, Foto Löbauer Berge: © BeierMedia.de
  • Erstellt am 09.05.2021 - 08:59Uhr | Zuletzt geändert am 08.06.2021 - 13:42Uhr
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