Zittauer sind starke Lobby für ihr Theater

Zittau. Weil die sächsische Staatsregierung die Kulturraum-Mittel um 3,7 Millionen Euro gekürzt hatte, begann der SPD-Ortsverein Zittau am 13. Mai 2011 mit einer Unterschriftenaktion zur Unterstützung der regionalen Kulturlandschaft, die mit 516.000 Euro weniger Staatsgeldern auskommen muss. Für die Zittauer SPD steht besonders das Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau im Zentrum der Aufmerksamkeit.. Seither haben - mit Stand vom 22. Juli 2011 - rund 1.400 Menschen den Aufruf unterschrieben. Der Zittauer SPD-Vorsitzende Wolfgang Speer sieht das als einen guten Start für eine starke Lobby und zieht zum Vergleich eine andere Umfrage des Landkreises(!) Görlitz heran, an der sich, wie das Landkreis-Journal berichtete, gerade einmal 1.244 Einwohner beteilgten.

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Das Theater als Aushängeschild geistigen Wohlstands

Thema: Theater Görlitz-Zittau

Theater Görlitz-Zittau

Die Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH (GHT) verfügt über feste Häuser in Görlitz und Zittau und bespielt die Waldbühne Jonsdorf. Als Vierspartenhaus vereint das GHT Musiktheater (Oper, Operette, Musical), Tanz, Schauspiel und die Konzerte der Neuen Lausitzer Philharmonie. Es ist ein wichtiger Teil Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien. Beliebt sind auch die Aufführungen an besonderen Spielstätten. Das Theater engagiert sich in der Theaterpädagogik für Kinder und Jugendliche sowie im interkulturellen Austausch mit Polen und Tschechien.

Speer bedankt sich bei allen Bürgern der Stadt Zittau und Umgebung, die sich mit Ihrer Unterschrift für den Erhalt des Zittauer Theaters einsetzen. Er teilte in diesem Zusammenhang mit, dass die Unterschriftenaktion mindestens bis Ende August 2011 fortgeführt werden soll.

Bereits im April 2011 haben die Zittauer Sozialdemokraten Oberbürgermeister Arnd Voigt per Brief sowie im persönlichen Gespräch vom 9. Juni 2011 Lösungsmöglichkeiten für den Erhalt des Zittauer Theaters unterbreitet, wobei auch die Notwendigkeit, wieder Mitgesellschafter zu werden, diskutiert wurde.

Speer unterstützt Zittaus Oberbürgermeister in der Aussage, dass mit dem Erwerb eines Gesellschafteranteils an der Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH das finanzielle Problem noch nicht gelöst sei. Deshalb schließen sich die Zittauer Sozialdemokraten zusätzlich der Forderung des SPD-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Gunkel an, die sächsische Staatsregierung möge die Gelder im Kulturraum-Etat aufstocken. Speer freut sich besonders, dass neben Zittaus ehemaligem Oberbürgermeister Kloß und dem Verein „Freunde des Zittauer Theaters“ offensichtlich in allen demokratischen Parteien der Stadt über notwendige Maßnahmen für den Erhalt des Zittauer Theaters diskutiert wird.

Wie sagte eine Zittauer Bürgerin im Rahmen der Unterschriftensammlung? Das Zittauer Theater "war und ist unser Aushängeschild für geistigen Wohlstand". Wer behauptet, Zittau - die Stadt am Dreiländereck - stehe auf dem Abstellgleis, der wird durch Zittaus Einwohner eines anderen belehrt. Diese Fürsprache der Einwohner bis hin zu den leidenschaftlichen Initiativen der jungen Leuten aus dem Christian-Weise-Gymnasium sollte Zittaus Oberbürgermeister bei allen anstehenden Entscheidungen zum Zittauer Gerhart Hauptmann-Theater darin bestätigen, so schnell als möglich mit den Stadträten notwendige Beschlüsse zur Stabilisierung des Zittauer Theaters zu treffen, so abschließend der Zittauer SPD-Vorsitzende Wolfgang Speer.

Abbildung: Der Zittauer SPG-Vorsitzende Wolfgang Speer (links) mit seinem Stellvertreter Christian Pieruschka bei der Unterschriftsaktion.
Quelle: http://www.spd-zittau.eu

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  • Quelle: red | Foto: http://www.spd-zittau.eu
  • Erstellt am 22.07.2011 - 22:34Uhr | Zuletzt geändert am 13.12.2011 - 09:02Uhr
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