Corona, Krieg – und was noch?

Corona, Krieg – und was noch?Zittau, 12. März 2022. Von Thomas Beier. Für den eine halbwegs aufgeräumte Welt gewohnten Oberlausitzer gehen die Verhältnisse gerade steil: Gemeint sind jene, die sich schon durch den Umgang mit der Corona-Pandemie gegängelt fühlten und nun auch noch erleben müssen, dass die Welt um uns herum nicht ohne Auswirkungen aufs eigene Portemonnaie funktioniert.

Abb. Frische Luft tut nicht nur in Wohnungen not, sondern auch in manchen Köpfen

Foto: Christelle Olivier, Pixabay License

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Die große Politik ist das eine, das persönliche Durchkommen das andere

Dabei gilt doch im Grunde zuerst: Dampf ablassen! Wenn man auf die anstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen schaut, dann zählen nicht Parteibücher oder sonstige Meinungen, sondern Lösungskompetenz. Politiker und Politikerinnen, die das nicht schnallen, gehören nicht wiedergewählt – Demokratie hat ihre harten Seiten nämlich nicht nur fürs Wahlvolk, sondern auch und vor allem für die Gewählten selbst.

Für Otto Normalverbraucher zählen nicht Erklärungsversuche und Beteuerungen aus der Politik, sondern der Blick auf die eigene Situation beziehungsweise die der eigenen Familie – und da wird so manchem gerade himmelangst. Dazu trägt bei, dass sich wohl die allermeisten nicht in einer jener Standardsituationen befinden, in denen die Politik so gern ansetzt. Was hilft etwa jemandem eine höhere Pendlerpauschale, der Geringverdiener und obendrein viel unterwegs ist, um sich um betagte Verwandte zu kümmern? Merke: Politik handelt dort, wo die meisten Wählerstimmen winken und nicht da, wo Not am Mann ist.

Was Verbraucher bewegt

Klingt hart? Ist hart. "Hilf dir selbst, so hilft dir Gott!", sprach schon der arme Richard und wird damit wohl auch fürderhin recht behalten. Verbraucher sind also gut beraten, wenn sie kühlen Kopfes ihre ganz persönliche Energiewende angehen.

Was man aus Diskussionen aufschnappen kann, sind diese Gedanken:


    • Wer über Immobilieneigentum verfügt, sollte auf Photovoltaik setzen – und zwar vor allem zum Eigenverbrauch!

    • Sobald die Möglichkeit besteht, könnte es sinnvoll sein, in lokale Windenegie zu investieren und sich vielleicht bei dieser Gelegenheit auch noch günstige Konditionen zu sichern.

Im Grunde kommt niemand um die Investition in moderne energiesparende Maßnahmen herum. Besonders auf die energetische Sanierung von Gebäuden kommt künftig wohl niemand mehr herum. Wärmegedämmte Fassaden, ressourcenschonende Heizsysteme und Lüftungsanlagen stehen dabei im Mittelpunkt.

Neuer Aspekt: Lüftungssysteme

Jeder kennt den Anspruch, in Coronazeiten häufig zu lüften. Wer dem folgt, gelangt schnell über das Stoßlüften – den Luftaustausch, ohne Räume auskühlen zu lassen – hinaus. Im Grunde gilt: Bei kalten Außentemperaturen ist jedes Lüften beheizter Räume ein eklatanter Energieverlust in Richtung Umwelt – und mit Corona hat das im Grunde überhaupt nichts zu tun.

Die Lösung vor allem im Privatbereich bietet eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung zum nachräglichen Einbau. Damit werden die energetischen Nachteile des Lüftens vermieden und dessen Vorteile wie frische, vor allem sauerstoffhaltige Atemluft und die Vermeidung von Schimmelbildung gewahrt.

Resümee

Abgesehen von widrigen Umständen wie rasch steigenden Materialpreisen und Handwerkerkosten kommen insbesondere Immobilienbesitzer nicht umhin, energiesparende Maßnahmen zu ergreifen. Langfristig zahlt sich das aus im eigenen Portemonnaie und bei Vermietern in besserer Vermietbarkeit.

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  • Quelle: Thomas Beier | Foto: cripi / Christelle Olivier, Pixabay License
  • Erstellt am 12.03.2022 - 22:00Uhr | Zuletzt geändert am 12.03.2022 - 23:22Uhr
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