Technik 2019: Produktivität steigern

Technik 2019: Produktivität steigernZittau, 9. September 2019. Die Oberlausitz ist bekannt für ihre leistungsfähigen mittelständischen Unternehmen. Wie schon früher in der Textilindustrie wird auch heute in den Zuliefer- und Handwerksbetrieben ständig nach Verbesserungsmöglichkeiten gesucht, für die Produkte wie auch für die Prozesse und Arbeitsabläufe. Manchmal zeigen schon kleine Investitionen oder, steuerlich gesehen, sogenannte "Geringwertige Wirtschaftsgüter", deutliche Wirkung.
Abbildung: Ohne den guten alten Hubwagen ginge in manchen Betrieben gar nichts mehr

Transportprozesse analysieren und optimieren

Produktivität wird oftmals schon bei der Auswahl und Anschaffung eines bestimmten Arbeitsgeräts festgelegt. Geräte helfen Prozesse zu optimieren, zu beschleunigen, kostengünstiger zu machen oder die Sicherheit für das Bedienpersonal zu erhöhen. Wer sich diese Vorteile zunutze macht, kann damit betriebliche Produktivität insgesamt erhöhen. So sind auch im Roboter-Zeitalter nicht alle Prozesse hochautomatisiert, noch ist an vielen Stellen der Mensch gefragt. Er hält Prozesse flexibel und ist in der Lage mitzudenken, eine Leistung, die der Künstlichen Intelligenz – wenn man überhaupt von Denken sprechen kann – nur sehr beschränkt möglich ist.

Oftmals besteht eine Vielzahl an Anforderungen an ein Arbeitsgerät und es ist nicht einfach, das richtige auszuwählen. Ein Beispiel soll das verdeutlichen: Insbesondere bei groß dimensionierten oder besonders schweren Produktionsgütern oder Werkzeugen braucht man Transportgeräte, die für die entsprechende Traglast geeignet sind und sich dennoch auf einfache Weise bewegen lassen. Da moderne Betriebe auf Fläche und nicht über Etagen verteilt gebaut sind, kommt dem innerbetrieblichen Transport eine große Bedeutung zu, er muss sicher und zügig erfolgen, ebenso die Be- und Entladung.

Wer Produktionsbetriebe von innen kennt, der weiß, dass eine schwer beladene Palette aufwändig abgeladen werden muss, wenn kein Handhubwagen oder Gabelstapler verfügbar ist. Es sind eher die Herausforderungen des Arbeitsalltags, die schon mit einfachen manuellen Arbeitsgeräten wie Hubwagen, Hubtischen oder Scherenhubwagen besser gemeistert werden können. Manuell betriebene Transportgeräte und Hebezeuge haben den Vorteil, vergleichsweise preiswert zu sein. Sie unterstützen den innerbetrieblichen Transport von Rohmaterial, Waren, Abfällen, Werkzeugen und weiteren Betriebsmitteln und können oft mühelos bestehende Abläufe ergänzen und unterstützen. Dabei sind diese Geräte besonders platzsparend und universell einsatzfähig.

Je nach Unternehmen bieten sich unterschiedliche Lösungen für die Produktionslogistik an. Ob manuelle, elektrische oder elektro-hydraulische Geräte eingesetzt werden hängt davon ab, wie häufig eine Last bewegt werden muss oder wie weit Start- und Zielort auseinander liegen. Motorisch angetriebene Geräte sind in der Anschaffung zwar teurer, erleichtern jedoch das Arbeiten enorm und sind, an der richtigen Stelle eingesetzt, produktiver. Sie entlasten die Mitarbeiter und beschleunigen die Prozesse.

Das passende Gerät finden

Um das passende Gerät für den konkreten Einsatzfall zu finden ist es ratsam, die innerbetrieblichen Anforderungen zu analysieren. Auf diese Weise lassen sich Arbeitsgeräte finden, die nahtlos in die bestehenden Prozesse integriert werden können. Oftmals erzielt man besonders gute Effekte, wenn das neue Gerät nicht einfach in den bisherigen Arbeitsablauf eingebunden wird, sondern mit ihm neue Lösungen gefunden werden, weil es beispielsweise ganz neue Transport-, Umschlag und Lagerprozesse ermöglicht und so das Kosten-Nutzen-Verhältnis drastisch verbessert.

Checkliste für die Suche nach einem neuen Arbeitsgerät:
    • Will ich Lasten heben und stapeln oder ebenerdig transportieren?
    • Existieren bereits Lagersysteme, die mit dem Gerät kompatibel sein müssen (Gitterboxen, Paletten, Langgutwagen, Industrieanhänger)?
    • Benötige ich ein elektrisch oder mit Verbrennungsmotor angetriebenes Gerät oder reicht eine manuelle Lösung aus?
    • Welche Tragfähigkeit soll das Gerät aufweisen?
    • Falls das Gerät hebt, welche Höhe muss es maximal erreichen?
    • Darf das Gerät ein bestimmtes Eigengewicht oder eine bestimmte Bauhöhe nicht überschreiten?
    • Ist das Gerät für den Lasten- oder für den Personentransport gedacht?
    • Brauche ich für die Bedienung des Arbeitsgerätes bestimmte Qualifikationen wie den Staplerschein, eine Einweisung oder den Nachweis einer Prüfung?

Beratung ist sinnvoll

Individuelle Lösungen lassen sich oftmals leichter oder überhaupt nur mit Experten finden. Falls jedoch eine Standardlösung ausreicht, findet man die wichtigsten Informationen im Internet. Nichtsdestotrotz sollten bei Fragen oder Unsicherheiten Experten herangezogen werden. Wer deren Blickwinkel einbezieht, kann eventuelle Unstimmigkeiten rechtzeitig aus der Welt räumen und bedarfsgerechte Sonderlösungen entwickeln.

Fazit

Überlegungen zu Investitionen in neue Arbeitsgeräte sind eine regelmäßige Daueraufgabe. Sie eröffnen die Möglichkeit, Prozesse zu optimieren und die Produktivität zu steigern. Geräte für den betrieblichen Bedarf gibt es im Grunde für jede Anforderung, von der preiswerten Standardlösung bis zur effizienten Sondermaschine. Bei der Auswahl der anzuschaffenden Lösung sollten die technischen wie auch die betriebswirtschaftlichen Anforderungen klar sein. Bei der Auswahl helfen neutrale Experten wie auch die der Lieferanten und finden gemeinsam mit dem Anwender die passgenauen Arbeitsgeräte binnen kürzester Zeit.

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  • Zuletzt geändert am 09.09.2019 - 12:37 Uhr
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