#urlaubdaheeme im Zittauer Gebirge

#urlaubdaheeme im Zittauer GebirgeZittau, 5. Juni 2020. Die Coronakrise kann die Art, wie die meisten Deutschen leben, durchaus nachhaltig verändern – wenn sicher nicht bei allen. Warum eigentlich mit viel Aufwand, Kohlendioxid-Ausstoß und Stress in ferne Länder mit vertrockneten Landschaften und abgeriegelten Ferienresorts reisen, wenn landschaftliche und kulturelle Vielfalt vor der Haustür zu entdecken sind? Die heimische Tourismusbranche wittert zu recht ihre große Chance auf wirtschaftliche Gesundung.

Am Mühlsteinbruch, ersten Steinbruch im Zittauer Gebirge, begonnen im Jahr 1570

Foto: © Zittauer Anzeiger

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Tourismusbranche sucht nach neuen Produkten

Tourismusbranche sucht nach neuen Produkten

Das "Boahn'l" kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Oybin

Foto: © BeierMedia.de

In der Tat die Tourismusbranche während der dreimonatigen und strengen Antiepidemiemaßnahmen so sehr gelitten wie kaum eine andere. Doch mit "guten Ideen, viel Durchhaltevermögen und Zusammenhalt" könne es gelingen, den entstandenen finanziellen Schäden entgegenzuwirken, schätzt Linda Pietschmann vom Tourismuszentrum Naturpark Zittauer Gebirge die touristische Entwicklung für die kommenden Monate ein und ist sich sicher: "Auch die Einwohner unserer wunderbaren Region haben ein Interesse daran, den Tourismus zu unterstützen, das haben Nachfragen der Einwohner bei verschiedenen Partnern gezeigt."

Instagram-Motive auf Postkarten

"So sind wir auf die Idee gekommen, Postkarten zu entwerfen, welche Instagram-Motive der Region zeigen. Versehen mit dem Hashtag #urlaubdaheeme und dem Hinweis zu unserem 365-Grad-Urlaubs-Produkt ist es die perfekte Einladung für Freunde und Verwandte zu einem Besuch in der Region. Der Weg zur Buchung einer passenden Übernachtung und zu einem erlebnisreichen Urlaub ist so nicht mehr weit", berichtet Linda Pietschmann begeistert. Ganz nebenbei tue man auch noch etwas Gutes, denn der komplette Verkaufspreis von einem Euro pro Karte kommt zu 100 Prozent wieder dem Tourismus zu Gute.

Doch auch den Einwohnern selbst soll ans Herz gelegt sein, vielleicht doch mal Urlaub in der Heimat zu machen. Die Aktion #urlaubdaheeme soll dabei helfen den Blick für die Vielfältigkeit zu schärfen, die so nah liegt. In der unmittelbaren Nachbarschaft gibt es so viel zu entdecken. Die Webseite www.urlaubdaheeme.de hilft bei der Suche nach echten Geheimtipps.

Aufruf zum Mitmachen

Ein weiterer, völlig neuer Ansatz der Aktion #urlaubdaheeme ist der offene Aufruf zur Mitwirkung. Über das Ideenportal HerZIdee sucht die Touristische Gebietsgemeinschaft Naturpark Zittauer Gebirge/Oberlausitz e.V. derzeit Partner zur Umsetzung drei weiterer Ideen für den Tourismus. Hier sind auch Partner außerhalb der Tourismusbranche gefragt, um möglichst unkonventionell kreative und nachhaltige Produkte zu schaffen. Jeder, der eine Idee unterstützen möchte, kann per Mausklick Kontakt aufnehmen.

Erste Interessensbekundungen gibt es bereits. Markus Kranich, Vorsitzender der Sächsischen Bildungs- und Begegnungsstätte Windmühle Seifhennersdorf e.V. wurde auf die Idee des "Pop-Up-Campings" aufmerksam und hat prompt reagiert: "Es geht darum, etwas Spannendes, Neues zu schaffen, kreativ zu sein und das touristische Angebot zu erweitern. Das hat mich an der Idee des Pop-Up-Campings sofort angesprochen. Außerdem passt die Idee bestens zu unserem neuen Angebot, bei welchem man im Schäferwagen, einem gemütlichen Bungalow auf Rollen mit bestem Blick über den Burgsberg, übernachten kann."

Linda Pietschmann ist sich sicher: "Jede Krise birgt auch eine Chance. Mit ein bisschen Kreativität und Anstrengung können wir noch einige mehr solcher tollen Angebote schaffen."

Tipp:
Kaufen kann man die neuen Postkarten im Tourismuszentrum Naturpark Zittauer Gebirge, bei den Städtische Museen Zittau, im SZ-Treffpunkt Zittau, im Kundenbüro der Zittauer Schmalspurbahn, in der Touristinformation Oybin, im Schmetterlingshaus Jonsdorf, im Trixi-Bad und im KiEZ Querxenland.



Kommentar:

Mit der Kreativität ist das ja so eine Sache, besonderns wenn sie einen nur gelegentlich anfällt. Anders gesagt: An Kreativität kann man sich so sehr berauschen, dass die Realität schnell ernüchternd wirkt.

Im konkreten Fall kann man nur hoffen, dass die Meldung der Touristischen Gebietgemeinschaft Zittauer Gebirge, auf der der obenstehende Beitrag beruht, so nicht ganz stimmt. Sollten die Postkarten mit tatsächlich mit Instagram-Motiven, also von der Plattform Instagram heruntergeladenen Bildern und ohne Zustimmung der Urheber gestaltet worden sein, dürfte das deutsche Urheberrecht der gutgemeinten Aktion den Garaus bereiten, der zudem sehr teuer werden könnte.

Vorsicht übrigens auch bei sogenannten "gemeinfreien" Bildern: Entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben – Stichwort Lizenz CC 0 Public Domain – kann man in Deutschland nämlich auf sein Urheberrecht gar nicht verzichten.

Im Zweifel besser mal einen Anwalt fragen,

meint Ihr Thomas Beier

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  • Quelle: red / Kommentar: Thomas Beier | Fotos: © Zittauer Anzeiger und © BeierMedia.de
  • Erstellt am 05.06.2020 - 15:52Uhr | Zuletzt geändert am 05.06.2020 - 16:43Uhr
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