Zittau eröffnet Kulturhauptstadtbüro

Zittau eröffnet Kulturhauptstadtbüro Zittau, 29. September 2018. Auf dem Markt, in unmittelbarer Rathausnähe, hat Zittau heute sein Kulturhauptstadtbüro eröffnet. Hier arbeiten die Strippenzieher für die Bewerbung um den Titel "Kulturhauptstadt Europas" im Jahr 2025, zunächst in Gestalt von Projektleiterin Sandra Scheel und der Projektmanagerinnen Viktoria Ruhl und Jennifer Böttcher. Besucher sind mit ihren Fragen, ihren Ideen und ihrer Kritik im Büro mit der gläsernen Tür gern gesehen.
Abbildung oben: Der Zittauer Oberbürgermeister Thomas Zenker bei der Eröffnung des Kulturhauptstadtbüros. Ganz links Viktoria Ruhl und Jennifer Böttcher.

Region zieht an einem Strick

Region zieht an einem Strick

Viel Aufmerksamkeit für die Eröffnung des Kulturhauptstadtbewerbungsbüros in Zittau

Deutlich größer als erwartet war bei der kleinen Einweihungsfeier für das Kulturhauptstadtbüro der Besucherzuspruch seitens der Zittauer Bürger. Hinzugesellt hatten sich viele Honoratioren, so beispielsweise Landrat Bernd Lange (CDU), der Hetman des Kreises Reichenberg (Liberecki kraj) Martin Půta, IHK-Geschäftsstellenleiter Matthias Schwarzbach (CDU) und die Landtagsabgeordneten Dr. Stephan Meyer (CD), Mirko Schultze (Linke) und Franziska Springer (Bündnis90/Die Grünen). Angekündigt hatte sich auch der Bautzener Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD), der jedoch womöglich von der B178, einer never ending Ausbaustory, verschluckt wurde. Auch aus den nächstgelegenen größeren Städten hatten sich an der Kulturhauptstadtbewerbung Interessierte auf den Weg nach Zittau, dem Herzen der Dreiländerregion Oberlausitz, gemacht, so aus Görlitz und aus Löbau.

Wichtigster Eindruck von der Eröffnungsveranstaltung: Hier zieht eine Region partei- und grenzübergreifend an einem Strick. Mit Ihrer Kulturhauptstadt3-Bewerbung haben das die Zittauer aber auch schlau eingefädelt: Die Drei steht für die Große Kreisstadt Zittau, für die Oberlausitz und das ostsächsische Dreiländereck. Im Zuge des Zittauer Bewerbungsprozesses kann niemand verlieren, hingegen aber viel gewinnen. Ganz wichtig ist, dass das Zittauer Rathaus auf einen von den Bürgern gestalteten Bewerbungsprozess setzt. Deshalb ist Oberbürgermeister Zenker das Bewerbungsbüro außerhalb der Rathausverwaltung und inmitten des Stadtzentrums (ein niedrigschwelliges Angebot im wahrsten Sinne des Wortes) so wichtig: Jeder solle sich einbringen können, gern auch mit Anregungen und auch kritischen Hinweisen – alles ist nützlich, um eine wirksamen Bewerbungsprozess zu gestalten.

Mit der Zittauer Kulturhauptstadtbewerbung bekommt der äußerste Osten Sachsens und damit Deutschlands die Chance, seine kulturelle Vielfalt ins Licht zu rücken und zugleich mehr Anziehungskraft zu entwickeln. So nach und nach dämmert es ja sogar Politikern und Wirtschaftsstrategen: Ohne Kultur ist kein Staat zu machen.

Übrigens auch keine Eröffnungsfeier: Zu danken ist dem Mandau-Quartett für die famose Musik und der Tanzcompany des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau für ihren Tanz zu Hallelujah.

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  • Quelle: TEB | Fotos: © Zittauer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 29.09.2018 - 13:48 Uhr
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