Zittau-Reichenberg: hin und zurück

Zittau-Reichenberg: hin und zurückZittau, 15. November 2019. Vertreter der Landkreise Zgorcelec (Powiat Zgorzelecki), Reichenberg (Liberecký kraj) und Görlitz, der Städte Reichenau (Bogatynia), Zittau, Grottau (Hrádek nad Nisou) und der Verkehrsverbände ZVON für Oberlausitz-Niederschlesien sowie Korid für die Reichenberger Region haben am 2. November 2019 aus Anlass der Feierlichkeiten zu "160 Jahre Eisenbahnverbindung Zittau-Reichenberg" ein gemeinsames Memorandum unterzeichnet, in dem sie ihre nationalen Regierungen mahnen, eine zeitnahe Einigung zur Sanierung des durch Polen verlaufenden Teilstücks der Strecke zu finden.

Am iQLANDIA Science Center in Reichenberg (Liberec)

Foto: © Zittauer Anzeiger

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Polnischer Abschnitt der Bahnstrecke Zittau-Reichenberg stark sanierungsbedürftig

Das rund 2,7 Kilometer lange Teilstück befindet sich in einem derart schlechten Zustand, dass die Züge hier nur im Schleichtempo fahren können. "Leider beschreiben der Streckenstatus und die seit langer Zeit verhinderte Sanierung sehr gut, dass auch mitten in Europa, in einer Dreiländerregion, die auf allen denkbaren Ebenen zusammenarbeitet, noch völlig unverständliche Hürden bestehen", moniert Thomas Zenker, Oberbürgermeister der Stadt Zittau, die eingetretene Situation. Die Fahrdauer von Zittau nach Reichenberg wird durch den polnischen Langsamfahrabschnitt verlängert. Das bringt ganz aktuell zudem Probleme in Zittau für den hier vorgesehenen Nullknoten des sächsischen Netzes für den schienengebundenen Personennahverkehr.

"Vor dem Hintergrund, dass diese Strecke eine sehr wichtige Verbindung in der Euroregion darstellt, die den Liberecký Kraj, aber auch weiter Teile des polnischen Riesengebirges mit der sächsischen Landeshauptstadt und dem deutschen und europäischen Bahnnetz verbindet, bitten wir die polnische Zentralregierung, auf die Angebote der sächsischen und der tschechischen Seite einzugehen", erklärt Martin Půta, Hauptmann der Region Reichenberg, das Ziel des Memorandums. Hintergrund: Der betreffende Streckenabschnitt zwischen Grottau und Zittau ist seit vielen Jahren Gegenstand der Bemühungen der Euroregion Neisse und der Landkreise und Kommunen am Dreiländereck zwischen Polen, Sachsen und Tschechien.

Unterzeichner des Papiers sind Martin Půta, Hauptmann der Region Reichenberg (Hejtman des Liberecký Kraj), Thomas Gampe, 1. Beigeordneter des Landkreises Görlitz, Artur Bieliński, Landrat des Kreises Zgorzelec (starosta zgorzelecki), Jaroslav Zámečník, Oberbürgermeister der Stadt Reichenberg (primátor města Liberec), Thomas Zenker,Oberbürgermeister der Stadt Zittau, Piotr Blasiak, Bürgermeister der Stadt Reichenau (burmistrz Miasta i Gminy Bogatynia), Pavel Farský, Technischer Bürgermeister der Grottau (Místostarosta města Hrádek nad Nisou) sowie Hansjörgen Pfeifer, Geschäftsführer des ZVON und sein Kollege Pavel Blažek, Geschäftsführer von KORID LK.

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  • Quelle: red
  • Erstellt am 15.11.2019 - 12:29Uhr | Zuletzt geändert am 15.11.2019 - 13:04Uhr
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