Sprachen lernen per Podcast

Sprachen lernen per PodcastGörlitz, 13. Februar 2022. Eine Fremdsprache zu lernen, das fällt dem einem leicht und dem anderen schwer. Im Schulunterricht hängt die Motivation stark vom Lehrer ab und am intensivsten – wenn auch nicht am perfektesten – lernt man wohl, wenn man in einem fremden Land auf sich allein gestellt ist. Um das schnelle und zugleich korrekte Erlernen einer anderen Sprache zu ermöglichen, geht der Betreiber einer Sprachlern-App nun neue Wege.

Abb.: Podcasts kann man in vielen Situationen hören, beim Sport, unterwegs oder etwa im Wartezimmer

Symbolfoto: Alexandr Lazebny, Pixabay License

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Intensives Lernen, aber nicht anstrengend

Intensives Lernen, aber nicht anstrengend

Wie etwa im Bus kann Zeit, in der man eigentlich zu weitgehender Inaktivität verdammt ist, für das Lernen per Podcast genutzt werden

Symbolfoto: Nick Walker, Pixabay License

Babbel – eine der weltweit größten Sprachlern-Apps – setzt zur Unterstützung des Sprachenlernens auf Podcasts. Podcasts, das ist ein Wort, dass sich nur sinngemäß übersetzen lässt, beschreibt es doch eine Art vorgefertigter Radiosendungen, die jedoch einzeln abgerufen und über ein Abspielgerät – früher der iPod, heute auch etwa da Smartphone – wioedergegeben werden. Klarer Vorteil: Man bestimmt selbst, was und wann man es hören möchte.

Podcasts sind ein hochinteressanter Markt, denn es wird damit gerechnet, dass schon im kommenden Jahr rund eine Milliarde Menschen mindestens einmal monatlich Podcasts hören. Bereits heute allerdings wird diese Möglichkeit vor allem in den entwickelten Ländern deutlich häufiger genutzt. Dabei geht es nicht allein um pure Unterhaltung, sondern es wird vor allem per Edutainment, einer Kombination aus Education (Bildung) und Entertainment (Unterhaltung), auf angenehme Weise Wissen vermittelt.

Weil die Bedeutung von Podcasts auch in Deutschland rasant zunimmt, hat Babbel die Infografik “Was kann man von einem Podcast lernen?” erstellt, die das globale Phänomen auf anregende Weise und unterlegt mit Daten so erklärt, dass man richtig neugierig auf die Welt der Podcasts wird – und wen will es verwundern, dass Babbel zugleich eine Reihe nützlicher Tipps gibt, wie man durch das Hören von Podcasts fast nebenbei Sprachen lernen oder seine Sprachkenntnisse verbessern kann. Wie die Infografik erklärt, übersteigt die Zahl der aktiven wöchentlichen Podcast-Hörer allein in Deutschland zehn Millionen. Wie viele Frauen und Männer darunter sind, findet sich nicht, aber zweifelsohne sind alle Geschlechter vertreten, wie man etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln nachvollziehen kann.

Was per Podcast konsumiert wird

Es gibt eine ganze Reihe besonders beliebter Podcasts: Die "Tagesschau in 100 Sekunden" zum Beispiel berichtet in reichlich anderthalb Minuten über das Wichtigste aus dem Tagesgeschehen. Statt vom Krimi an die Glotze gefesselt zu sein hören nicht wenige Kriminalfans lieber "ZEIT Verbrechen", einen Podcast, in dem die Journalistin Sabine Rückert und ihr Kollege Andreas Sentker mehr oder weniger bekannte Kriminalfälle besprechen.

Das ist es nur logisch, wenn auch Babbel zahlreiche Podcasts zur Unterstützung des Sprachenlernens entwickelt hat. Das Anhören der Babbel-Podcasts, die pädagogisch so hervorragend konzipiert sind, dass man es gar nicht merkt, vermittelt Bildung auf mehreren Gebieten: Sie stellen etwa relevante kulturelle Elemente vor, bringen die Fähigkeit zur Konversation voran und helfen, die Aussprache zu optimieren. Fanz nebenbei werden zudem neu Grammatikregeln erklärt.

Ohne Sprachkompetenz steht die Weiche in Richtung Abstellgleis

Fakt ist: Ohne wenigstens eine Fremdsprache alltagstauglich oder sogar verhandlungssicher zu beherrschen, kann man seine Karriereträume oder jene von einem gut bezahlten Arbeitsplatz, der viel Eigenverantwortung und damit Freiheiten bietet, schnell abhaken.

Tröstlich: Zum Erlernen einer Sprache ist es nie zu spät, auch wenn es mit zunehmendem Alter ein wenig länger dauern könnte. Manchem hilft ein mentaler Trick, den der Holtendorfer Unternehmensberater Thomas Beier empfiehlt: "Denken Sie nicht ständig daran, mühsam Vokabeln und Grammatik pauken zu müssen, um eine zusätzliche Sprache zu erlernen. Der innere Schweinehund lässt sich einfacher überwinden, wenn man das Lernen als Erweiterung des bestehenden Sprachschatzes sieht, etwa so, wie auch im Deutschen ständig neue Begriffe hinzukommen." Und wer gar nicht den Anspruch habe, eine Sprache systematisch zu erlernen, der komme nach Beiers Meinung am schnellsten vorwärts, wenn er sich zunächst gängige Floskeln und Redewendungen einprägt.

Die Sprache des Nachbarn erlernen

Im Landkreis Görlitz, der eine immerhin 128 Kilometer lange Nahtlinie zu Polen hat, ist es erstaunlich, wie wenige Leute wenigstens Grundlagen der polnischen Sprache beherrschen. Es reichen in den meisten Situationen sehr wenige Redewendungen, um im Nachbarland klarzukommen – doch noch viel zu oft sind selbst rudimentäre Polnischkenntnisse Fehlanzeige. Zwar lernt die jüngere Generation in Polen verstärkt Englisch, aber selbst bei dieser Sprache müssen viele Ostsachsen passen.

Vielleicht tragen ja tatsächlich orts- und zeitunabhängige Lernmöglichkeiten dazu bei, diesen Rückstand aufzuholen. Wer erst einmal den Erfolg der ersten Schritte seiner Lernbemühungen im Nachbarland erlebt, ist umso stärker motiviert.

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  • Quelle: red | Foto Sportler: TheAlexLaz / Alexandr Lazebny, Pixabay License, Foto Frau: balticmedia / Nick Walker, Pixabay License
  • Erstellt am 13.02.2022 - 08:10Uhr | Zuletzt geändert am 13.02.2022 - 08:57Uhr
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