Die Glaubensfrage in der Hosentasche

Die Glaubensfrage in der HosentascheZittau, 13. November 2020. Seit wenigen Tagen ist das neueste iPhone – das iPhone 12 – im Handel und heute startet das iPhone 12 mini. Für die Jünger der Marke mit dem angebissenen Apfel sind das hohe Feiertage. Besteht der Kult um das vielleicht bekannteste der Apple-Geräte zu recht?

Einfach nur telefonieren war gestern. Moderne Smartphones ermöglichen mit ihren Apps eine Vielzahl von Funktionen von der Fotografie bis zur Navigation, vom Babyphone bis zum Bankschalter und Einkaufscenter und vieles andere mehr

Symbolfoto: Jan Vašek / jeshoots.com, Pixabay License

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Android oder iOS – entscheiden Kult und Status?

Thema: Ratgeber

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Immer wieder werden die meistverkauften Betriebssysteme für Smartphones verglichen: Deutlich mehr als 80 Prozent der in Deutschland verkauften Smartphones werkeln im Hintergrund mit dem Android-Betriebssystem von Google, das in den iPhones verwendete Apple-eigene Betriebssystem iOS bringt es dagegen auf einen Marktanteil von über 16 Prozent – der Rest – wie etwa das Windows Phone – ist “ferner liefen” und mutiert zu Exoten.

Ob sich ein Handynutzer nun für ein Smartphone mit einem Android-Betriebssystem, das von vielen Handyherstellern verwendet wird, oder für ein Apple-Gerät mit iOS entscheidet, scheint oftmals nicht rational begründet. Mit Sicherheit spielt es eine Rolle, welche Geräte beziehungsweise Betriebssysteme im Bekannten- oder Freundeskreis verbreitet sind. Man vertraut dann auf gute Erfahrungen oder will sich einfach nur den anderen anpassen, wenn man sich eintscheidet, welches Smartphone der künftige Begleiter in der Hosentasche sein soll.

Oft kommt das geschickte Marketing von Apple zum Zuge, das aus dem iPhone und anderen Geräten Kultobjekte gemacht hat, deren Besitz mit einem gewissen Status verbunden wird. Geltungsdrang ist eine starke Triebkraft und so wird mancher, bei dem der Euro sonst nicht locker sitzt, zu den ersten Besitzern eines iPhone 12 gehören. Allerdings entscheiden sich viele auch deshalb für das iPhone, weil hier die geschlossene Softwarewelt von Apple herrscht. Das macht nicht nur die Auswahl von Apps überschaubarer, sondern setzt auch Standards, was etwa die möglichst einfache Bedienung betrifft.

Genau deshalb aber lehnen Android-Fans Apple-Geräte ab: Sie vermissen hier die Vielfalt oftmals zudem kostenfreier Apps. Für Otto Normalverbraucher und Erika Musterfrau, die sich nicht lange mit Technik und Software beschäftigen möchten, sind das tatsächlich Glaubensfragen. Ihr Anspruch ist sehr einfach: Es soll funktionieren, entsprechend wird die Unkompliziertheit und Übersichtlichkeit in der Bedienung hier gern als Pro-iPhone-Argument genutzt. Wer etwa per interaktivem Kartenspiel und Smartphone Zittau erkundet, will nicht durch die Technik abgelenkt werden – egal, welches Betriebssystem dahintersteht.

Die generell mit dem iOS-Betriebssystem ausgestatteten iPhones bringen allerdings den naturgemäßen Vorteil mit sich, dass die Geräte und ihre Software aus einer Hand kommen. Da der Quellcode des Betriebsystems im Gegensatz zu Android-Geräten nicht bekannt ist, gibt es weniger Apps, die zudem öfter kostenpflichtig sind. Andererseits wird auch dadurch den iPhones ein hoher Standard in Bezug auf Verschlüsselung und Datenschutz nachgesagt. Tipp: Die neuen iPhone 12 Pro Modelle verfügen über eine dritte Kamera für hochwertige Teleaufnahmen anstelle des die Bildauflösung strapazierenden digitalen Zooms. Außerdem bringen diese Modelle, je nachdem, welches man auswählt, eine hohe Speicherkapazität von 128, 256 oder 512 GB mit sich, was sich etwa bei Videoaufnahmen in Ultra-HD (4K) als nützlich erweist.

Ohne jetzt alle vergleichbaren Merkmale der beiden großen Handywelten aufzulisten, spricht speziell für die Ausführungen iPhone 12, das es auch als iPhone 12 Pro, iPhone 12 Pro Max und iPhone 12 mini gibt, dass man mit ihm ein erstklassiges Smartphone erwirbt, das zudem ein ausgesprochenes Statussymbol darstellt. So hat sich die Stiftung Warentest zum iPhone 12 und zum iPhone 12 Pro geäußert und hebt anderem die Displayqualität (je nach Ausführung 5,4 Zoll (13,7 Zentimeter), 6,1 Zoll (15,4 Zentimeter) oder 6,7 Zoll (17 Zentimeter Diagonale), die Kameraqualität und die Robustheit hervor und lässt auch die 5G-Fähigkeit der neuesten iPhone-Generation nicht unerwähnt. Wer sich auch ansonsten mit Apple-Geräten umgibt und sich wenig Gedanken um Software und Technik machen will, dürfte sich durchaus für das neue iPhone begeistern.

Der Android-Fangemeinde hingegen ist die höhere Flexibilität und manchmal vielfältigere Kompatibilität "ihres" Betriebssystems wichtig. Auch wer viel mit Google-Software arbeitet, dürfte zu Android, das ja aus dem Hause Google stammt, tendieren. Dennoch: Rein rational werden Kaufentscheidungen bei Smartphones wohl nur sehr selten getroffen und selbst dann bleibt die Auswahl schwierig. Jedenfalls ist am Satz “Zeige mir dein Handy und ich sage dir, wer du bist!” sicherlich etwas dran. So gesehen sind Handys durchaus mit Autos vergleichbar, denn bei beiden Produkten ist für sehr viele Kunden der eigentliche Gebrauchswert nur die eine Seite der Medaille, die andere Seite wird vom Besitzerstolz und die persönliche Imagepflege durch ein hochwertiges Statussymbol bestimmt.

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  • Quelle: red | Foto: Jan Vašek / jeshoots.com, Pixabay License
  • Erstellt am 13.11.2020 - 09:00Uhr | Zuletzt geändert am 13.11.2020 - 09:56Uhr
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