Digitaler Schließzylinder und Transponder für noch mehr Sicherheit

Digitaler Schließzylinder und Transponder für noch mehr Sicherheit Zittau, 5. Januar 2020. Sicherheit ist ein Thema und es kommt gar nicht darauf an, ob das Thema entlang der Lausitzer Neiße von den Medien gehyped wird oder ob sich die Bewohner bestimmter Regionen in Bezug auf Einbrüche tatsächlich gestresst und sogar auf sich allein gestellt fühlen. Während im Bestand einbruchhemmende Maßnahmen wie etwa zur besseren Sicherung von Fenstern und Türen oftmals die erste Wahl sind, können bei einem Neubau Sicherheitsaspekte von vornherein besser berücksichtigt werden.

Doppelt hält besser? Vorteilhafter scheint es, auf moderne Sicherheitstechnik zu setzen

Foto: Manfred Richter, Pixabay License (Bild bearbeitet)

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Verhalten und Technik halten Einbrecher fern

Thema: Ratgeber

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Guter Rat muss nicht teuer sein, kann aber teure Erfahrungen ersparen. Empfehlungen aus Wirtschaft, Finanzen, Heimwerken, Haushalt, Gesundheit und Ernährung, Erziehung und zum Verhalten.

Neben der technischen Nachrüstung spielen auch allgemeine Verhaltensregeln eine wichtige Rolle. Zu diesen Regeln gehört es, alle Fenster und Türen auch beim nur kurzzeitigen beim Verlassen der Wohnung oder des Hauses zu schließen. Außerdem sollte auf Fremde geachtet werden. Geht ein Schlüssel verloren, muss der Schließzylinder gewechselt werden; ein digitaler Schließzylinder kann einige Vorteile bieten und für zusätzliche Sicherheit sorgen.

Mit Hilfe solcher elektronischen Schließzylinder ist es möglich, ein gutes Sicherheitssystem aufzubauen: Die entsprechende Tür kann nur noch von demjenigen geöffnet werden, der den passenden Transponder und die entsprechende Zutrittsberechtigung hat. Jede Öffnung und jeder Öffnungsversuch können protokolliert werden, zudem sind Zeitfenster, in denen jemand die Tür passieren darf, möglich. Ein weiterer Vorteil: Geht ein Transponder verloren, braucht das Schloss nicht ausgetauscht zu werden, sondern der Transponder wird einfach ausprogrammiert. Da so ein Schloss mit herkömmlichen Mitteln nicht zu knacken ist, gewinnt die massive und mit entsprechenden Verschlussmechanismen versehene Haustür weiter an Bedeutung.

Ein Hinweis in den sozialen Netzwerken auf die aktuelle Urlaubsreise oder eine Abwesenheitsnachricht via Anrufbeantworter legen Kriminelle übrigens schnell als Einladung zu einem unerwünschten Besuch aus.

Sicherheitsaspekte beim Neubau bedenken

Auch beim Neubau sollte von vornherein an Sicherheitsaspekte gedacht werden, wozu meist auch Architekten praktische Hinweise geben können. Als Risiken zeigen sich immer wieder nicht vom öffentlichen Raum einsehbare Eingangs- oder Nebeneingangstüren. Vorteilhaft sind im Erdgeschoss schmale Fenster, durch deren Rahmen sich ein Mensch nicht hindurchzwängen kann. Zudem sind solche Fenster vorteilhaft in Bezug auf den Wärmeverlust, denn selbst hochgedämmte Fenster halten die Wärme gewöhnlich nicht so gut zurück wie eine Wand, es gilt also: Je kleiner die Fenster sind, umso geringer ist der Energieverlust.

Ob eine automatische Einbruchmeldeanlage sinnvoll ist, hängt stark vom Objekt selbst und von dessen örtlicher Lage ab; ganz besonders bei solchen Entscheidungen ist der Rat des Fachmannes oder der Polizei wertvoll.

Sicherheit im Haus

Natürlich sollten Bargeld und Wertgegenstände im Haus nicht offen herumliegen. Es muss aber davon abgeraten werden, diese Dinge im Haus irgendwo vermeintlich sicher vor Einbrechern zu verstecken – die haben nämlich ihre Erfahrungen und oft genug beim Einbruch ausreichend Zeit, eine Wohnung oder ein ganzes Haus komplett zu durchsuchen. Wertsachen wie Geld, Schmuck oder wichtige Dokumente wie etwa Eigentumsnachweise gehören möglichst in einen Wandtresor in besonders massiver Ausführung, wertvolle Daten sind am besten in der Cloud aufgehoben. Von der Ausführung des Tresors ist übrigens auch dessen Versicherungseinstufung abhängig.

Insgesamt geht es aber darum, dass man sich in den eigenen vier Wänden sicher und geborgen fühlen kann. Für Einbruchsopfer ist oftmals nicht der Verlust an Gegenständen, seien es nun Wertsachen oder geliebte Erinnerungsstücke, das Schlimmste, sondern eben dieses Gefühl, dass Fremde in den ureigensten Lebensbereich eingedrungen sind. Während Wohnräume früher lediglich die Kriterien warm, sicher und trocken erfüllen sollten, sind sie heutzutage Rückzugsorte aus einer als bedrohlich empfundenen Umwelt. Auf die damit verbundene Erscheinung des Cocoonings und deren Folgen ist erst unlängst der Görlitzer Anzeiger in einem Beitrag eingegangen.

Mehr:
Weitere Tipps zum Schutz vor Einbrechern erhält man bei den kriminalpolizeilichen Beratungstellen sowie unter polizei-beratung.de im Internet.


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  • Quelle: red | Foto: manfredrichter / Manfred Richter, Pixabay License (Bild bearbeitet)
  • Erstellt am 05.02.2020 - 08:20Uhr | Zuletzt geändert am 05.02.2020 - 10:06Uhr
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