SSD (Solid State Disk) - höhere Datentransferraten

SSD (Solid State Disk) - höhere DatentransferratenZittau, 20. September 2018. Seit einigen Jahren halten SSD-Festplatten als Massenspeichermedien Einzug in die Welt der hochwertigen Computer-Hardware. Mit dem Begriff SSD werden Festplatten bezeichnet, die über keine beweglichen Bauteile verfügen und somit eine geringere Fehleranfällig durch Verschleiß der mechanischen Bestandteile oder bei mechanischen Beanspruchungen, beispielsweise durch einen Stoß, aufweisen.
Abbildung: Wer sein Notebook während des Betriebs nicht fest abstellen kann oder im Bus oder in der Bahn damit arbeitet, ist mit einem unempfindlichen SSD-Festplattenlaufwerk grundsätzlich gut beraten

Teurer, aber mit deutlichen Vorteilen

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Die neuesten Laptops verwenden fast nur SSD-Festplatten, weil diese neben der mechanischen Unempfindlichkeit weniger Strom benötigen und noch dazu höhere Datentransferraten schaffen. Als interne Festplatte kann auf diese Art und Weise das System deutlich schneller hochfahren.

Selbst älteren Personal Computern kann man beim Tempo unter Umständen deutlich auf die Sprünge helfen, wenn man elektromechanische Festplattenspeicher durch SSD-Laufwerke ersetzt oder als einfachste Lösung die neuere Technologie als externes Laufwerk sowohl für Daten, Anwendungssoftware und das Betriebssystem nutzt. Vorteil der externen Modernisierungslösung: Die im Gerät verblieben Laufwerke können gleich zur Datensicherung genutzt werden.

Der größte der SSD-Festplatten-Vorteile ist für viele Nutzer tatsächlich die höhere Datentransferrate im Vergleich zu den herkömmlichen Magnetspeicher-Festplatten, die auch – in Abgrenzung zur früher verbreiteten Floppy Disk (Diskette mit Magnetfolie als Speichermedium) – Hard Disk Drive (HDD) genannt werden. Durch den Verzicht auf mechanische Teile ermöglichen die SSD-Laufwerke längere Akkulaufzeiten und arbeiten geräuschlos.

Allerdings ist ihre Speicherkapazität nicht in den Bereichen jener von HDDs anzusiedeln, weshalb es noch immer Lösungen gibt, bei denen das Betriebssystem und die Anwendungssoftware auf einem SSD-Laufwerk gespeichert werden, die Daten, beispielsweise Videos und hochaufgelöste Fotos, jedoch auf einer HDD mit großer Speicherkapazität Platz finden.

Darauf sollte man beim Kauf achtgeben

Wenn eine SSD-Festplatte angeschafft werden soll, so lohnt es sich, im Internet zu recherchieren. Bei vielen Anbietern kann man eine SSD online kaufen, das geht in vertrauenswürdigen Online Shops rasch und problemlos vonstatten.

Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl einer SSD-Festplatte sind:

  • Die Kapazität: Die Zeiten, in denen lediglich wirklich nur das Betriebssystem des Computers auf einer SSD gespeichert werden konnte, sind Gott sei Dank vorbei: Heutzutage beginnt die Kapazität der vollelektronischen Speicher meist bei 128 GB. Wer aber gleich eine 2 TB-SSD-Festplatte erwirbt, verfügen über mehr als genug Speicherplatz, um viele und auch große Dateien auf dem Laufwerk abzulegen. Ein Wermutstropfen ist nach wie vor der Preis: Eine SSD 2-Terabyte-Festplatte kostet in etwa so viel wie ein Komplett-PC.

  • Die Lese-Schreib-Geschwindigkeit: Das Protokoll ermöglicht eine Brutto-Datenrate von sechs Gbit/s, das sind etwa 750 MB/s. Da einiges für interne Prozesse, die Abstimmung zwischen dem Festplatten-Controller und dem Betriebssystem gebraucht wird, liegt die wirkliche Datenrate bei maximal 600 MB/s. Die meisten Produkte in SSD-Festplatten Tests erreichen um die 550 MB/s, womit sich in der Praxis ausreichend rasch arbeiten lässt.

  • Der Lebenszyklus: Die SSD-Festplatten-Lebensdauer ist von den im Gerät verbauten Chips abhängig. SLC-Chips sind langlebiger als MLC-Chips. Die Lebenserwartung ist auch davon abhängig, wie oft neue Daten auf die Festplatte geschrieben werden. Man sollte aus diesem Grund darauf verzichten, zu oft größere Datenmengen auf dem Rechner mit SSD-Festplatte zu kopieren.

Im Falle eines Falles

Für "Normalnutzer", vor allem, wenn sie regelmäßig ihre Daten sichern, ist der Lebenszyklus der SSD-Laufwerke kein Problem. Was man tun kann, wenn doch einmal wichtige, noch ungesicherte Daten – wie unmittelbar nach einer Videoaufnahme – "weg" sind, hat der Görlitzer Anzeiger vor einiger Zeit anhand eines Fallbeispiels geschildert.

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  • Zuletzt geändert am 20.09.2018 - 02:16 Uhr
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