Datensicherung: So sichert man seine Daten einfach und effektiv

Zittau, 11. August 2015. Datensicherung ist in vielen Bereichen noch immer ein sehr unterschätztes Thema. Doch wer regelmäßig wichtige Dokumente, Fotos, Videos oder Musik auf seinem Gerät abspeichert, wird spätestens beim Verlust der Daten die Wichtigkeit einer Datensicherung erkennen. Der folgende Ratgeber zeigt auf, wie man seine Daten effektiv und einfach sichern kann.

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Warum ist die regelmäßige Datensicherung so wichtig?

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Ob Smartphone, Tablet, Notebook oder Desktop-PC - täglich fallen auf unseren Geräten wichtige Daten an. Angefangen bei unseren Urlaubsfotos, Musik, Filme bis hin zur Steuererklärung sind diese Daten zwar mal mehr und mal weniger, im Grunde aber immer von Bedeutung für uns. Umso wichtiger ist es, diese Daten regelmäßig zu sichern. Meist reicht schon ein falscher Klick, ein Kurzschluss oder ein Datenverlust durch Virenbefall aus und alle wichtigen Daten sind unwiederbringlich verloren.

Vorbeugen kann man nur mit einer regelmäßigen Datensicherung. Hier hat man die Wahl zwischen einer kompletten Sicherung aller auf dem jeweiligen System gespeicherten Daten inklusive Betriebssystem oder das sichern einzelner wichtiger Daten. Die erste Möglichkeit kann beispielsweise über die Windows Systemsteuerung in nur wenigen Schritten durchgeführt werden. Die Sicherung muss hier aber selbst in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden.

Wer sich ein automatisches Backup wünscht, sollte ein separates Programm nutzen. Über diese Programme können die Zeitabstände zwischen den Sicherungsvorgängen automatisiert werden. Windows 8 und 10 besitzen inzwischen eine automatische Datensicherung, die in der Systemsteuerung unter Systemwiederherstellung zu finden ist.

Wie häufig sollte eine Datensicherung durchgeführt werden?

Die Häufigkeit einer Datensicherung hängt davon ab, wie viele Daten täglich oder wöchentlich anfallen. Bei einem normalen Nutzungsverhalten mit durchschnittlichem Datenaufkommen reicht im privaten Bereich oftmals die Sicherung einmal pro Monat aus. Im geschäftlichen Bereich mit einem mittleren bis hohen Datenaufkommen sollte ein Backup mindestens wöchentlich, meist sogar am besten täglich erfolgen.

Die richtige Wahl des Datenträgers – die Vor- und Nachteile einzelner Speichermedien

DVDs sind sehr günstig in der Anschaffung und abhängig vom Hersteller und je nach Format wiederbeschreibbar. Leider sind sie sehr empfindlich gegen Sonneneinstrahlung und für die Archivierung von Daten daher eher ungeeignet.

Eine sehr beliebte Möglichkeit sind externe Festplatten. Sie weisen eine hohe Speicherkapazität und hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten auf. Allerdings sind sie zum regelmäßigen Transport eher ungeeignet, da sie durch Stöße schnell technischen Schaden nehmen können.

Wer eher kleinere Datenmengen abspeichern möchte, ist mit Flashspeicher wie USB-Sticks (Update: Link wegen Ungültigkeit entfernt) bestens beraten. Sie sind sehr klein, kompakt und robust. Hinzu kommt, dass sie geräuschlos arbeiten und gute jede Hosentasche passen. Im Vergleich zu den Kapazitäten von anderen Speichermedien ist der Anschaffungspreis jedoch höher.

Dann gibt es noch die aktuell sehr beliebten Cloud-Speicher, deren Zugriff von fast jedem Standort möglich ist und teilweise kostenlos angeboten wird. Sollen jedoch sehr hohe Datenmengen in eine Cloud wie Microsoft OneDrive, Google Drive oder Dropbox hochgeladen werden, ist das oft mit Zusatzkosten verbunden, da der kostenlose Speicherplatz begrenzt ist. Zudem besteht hier ein Sicherheits- und Datenschutzrisiko, da die Daten auf fremden Servern – oft im Ausland – abgelegt werden, über die man als Nutzer dann keine direkte Kontrolle mehr hat.

Wie sollten Speichermedien gelagert werden?

Leicht zerkratzende Speichermedien wie DVDs und CDs lassen sich am besten in einem "Jewel Case" stehend lagern. Die Umgebung sollte zudem möglichst trocken, dunkel, staubfrei und eine relative geringe Luftfeuchtigkeit von 20-30% aufweisen. Die Temperatur sollte nicht zu kalt und nicht zu warm sein, ideal sind Temperaturen zwischen 4 und 20 Grad Celsius.

Bei einer Festplatte beläuft sich die ideale Lagertemperatur auf 15 bis 20 Grad. Große Temperaturschwankungen sollten vermieden werden, genauso wie Druck, Magnetfelder oder Stöße.

USB-Sticks sind besonders robust. Sie sollten aber ebenfalls vor starkem Sonnenlicht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahrt werden. Um seinen Daten vor Diebstahl oder Feuer- und Wasserschäden zu schützen, sollten die Speichermedien in einem sicheren Bereich untergebraucht werden wie beispielsweise Stahlschränken, abschließbaren Schreibtischen oder – bei besonders wichtigen Daten – in einem speziellen Tresor.

Worauf muss man bei der Erstellung von Datensicherungen achten?

Bei der Erstellung von Datensicherungen ist besonders die Regelmäßigkeit ein wichtiger Faktor. Um sich die Arbeit ein wenig zu erleichtern, sollten Programme und Arbeitsdaten direkt und automatisch auf unterschiedlichen, redundanten Datenträgern gesichert werden. Das verhindert das aufwändige kopieren aller Daten per Hand.

Die physische Trennung der Daten ist wichtig, denn wer ein Backup lediglich auf einer anderen Partition desselben Datenträgers sichert, der verliert bei einem Festplatten-Crash trotzdem alle Daten. Bei anderen Datenträgern wie DVDs oder USB-Sticks ist etwas mehr Handarbeit erforderlich, reicht aber in der Regel für den privaten Gebrauch aus.

Das Fazit

Unabhängig davon, ob es sich um die Sicherung von privaten oder geschäftlichen Daten handelt, sollte man sich rechtzeitig Gedanken darüber machen, welches Speichermedium den eigenen Bedürfnissen am besten gerecht wird.

Grundsätzlich sollte man eher professionelle Speichermedien kaufen, um von deren langen Lebensdauer, Robustheit und Sicherheit zu profitieren. Die Qualität sollte hierbei auch nicht unterschätzt werden.

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  • Quelle: red
  • Erstellt am 11.08.2015 - 12:41Uhr | Zuletzt geändert am 04.08.2022 - 18:29Uhr
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