Unternehmenskommunikation via facebook & Co.

Unternehmenskommunikation via facebook & Co.Görlitz, 10. September 2016. Von Thomas Beier. "Soziale Netzwerke" im Internet – allen voran facebook, Google+ und Twitter – sind in aller Munde und viele Unternehmen versuchen, diese als Kommunikationskanäle zu nutzen. Damit verbunden ist die Absicht, mehr potenzielle Kunden zu erreichen und die Bindung zu bestehenden Kunden zu verbessern. Schaut man sich jedoch näher an, wie zu Werke gegangen wird, finden sich – neben vielen guten – auch reihenweise schlechte Beispiele. Diese reichen von veralteten Seiten bis zu plumpen Werbeauftritten, von Rechtschreibfehlern bis zu uniformen Formulierungen. Doch Kritik allein hilft nicht, die Frage ist: Wie kann man es besser machen?

Kaffee Partner: Beispiel für erfolgreiche Kommunikation auf facebook

Kaffee Partner: Beispiel für erfolgreiche Kommunikation auf facebook

Bei allem Termindruck: Zeit für eine Tasse Kaffee bleibt auch im Arbeitsleben. Kaffee Partner kommuniziert über facebook locker, aber informativ mit seiner Zielgruppe, die dann vielleicht sagt: "Chef/in, so einen Kaffeeautomaten wollen wir auch!"

Wer glaubt, das Versenden von Pressemitteilungen in der Hoffnung, damit teure Werbung zu umgehen, sei das Nonplusultra der Öffentlichkeitsarbeit, verzichtet größtenteils auf deren Potenzial. Zu einem wichtigen Teil der Unternehmenskommunikation haben sich in den letzten Jahren im Internet die Sozialen Netzwerke entwickelt. Vorweg: Wer diese - konzentrieren wir uns auf den Marktführer facebook - für sein Unternehmen nutzen möchte, muss bereit sein, mit einzelnen Personen, deren wahre Identität nicht unbedingt erkennbar ist, öffentlich schriftlich zu kommunizieren. Wer aber nicht bereit ist, möglichst täglich, wohl aber mindestens wöchentlich einmal ein paar Minuten zu investieren, um sich zu äußern oder auf andere zu reagieren, sollte lieber die Finger davon lassen.
Eine entsprechende facebook-Seite ist schnell eingerichtet: Ausgehend vom persönlichen Account kann man die Seite – geeignet ist meist als "lokales Unternehmen" - binnen kürzester Zeit anlegen. Tipp: Keinesfalls die gesetzlich vorgeschriebenen Impressumsangaben vergessen! Und man sollte wissen, dass eine solche facebook-Unternehmensseite einen klassischen Internetauftritt in aller Regel nicht ersetzen kann.

Das Geschäftsmodell von Kaffee Partner beispielsweise stellt darauf ab, dass sich Unternehmen auf ihr Geschäft konzentrieren müssen und sich deshalb möglichst allen anderen, vor allem unkalkulierbaren Aufwand vom Leibe halten. So ein typischer Fall ist die Kaffeeversorgung der Mitarbeiter und Gäste, ganz gleich, ob im Kleinbetrieb, beim typischen Mittelständler oder auf der Chefetage eines Großkonzerns.
Freilich kann man sich einen guten Kaffeevollautomaten kaufen – doch auf der Quittung steht dann unsichtbar der Mehraufwand, den man quasi mitgeliefert bekommt: So eine Maschine muss gereinigt und gewartet werden, es stehen Fragen nach Zubehör, Service und irgendwann auch Reparatur, nicht zuletzt muss das Verbrauchsmaterial - also vor allem der Kaffee selbst – beschafft werden. Hier setzt Kaffee Partner an: Der Kaffeevollautomat wird inklusive Service gemietet (was oft auch steuerlich interessanter ist als ein Kauf). Wichtig ist bei solchen Konzepten, dass der Kunde nicht geknebelt wird. So lässt Kaffee Partner beispielsweise offen, wo der Mieter seinen Kaffee herbezieht. Dies nur zur Einführung, mehr kann man auf der Webseite von Kaffee Partner erfahren.

Was bietet sich zur Kommunikation auf facebook an?

Man braucht die Kaffee Partner facebook-Seite nur ein wenig zu durchstöbern, um sich Anregungen zu holen:

  • Ein Projekt – eine Produkteinführung, ein Messeauftritt, der neue Werbeprospekt – ist gut gelungen? Dann danken Sie doch mal ihren Mitarbeitern, Dienstleistern und Lieferanten öffentlich auf facebook!

  • Greifen Sie Nachrichten aus anderen Webseiten auf, wenn sie zu Ihrer Branche oder Ihrem Produkt passen! Beispielsweise hat Kaffee Partner einen Link zu einer Seite gesetzt, auf der gezeigt wird, wie eine russische Zeichnerin ausgehend von einer Tasse Kaffee die jeweils passende Katze malt.

  • Verkünden Sie neue Produktideen oder Trends! Beispiel gefällig? Auf der genannten facebook-Seite finden Sie den Trend zum "Kaffee in der Eiswaffel"!

  • Fragen Sie Ihre Kunden doch mal nach dem, was diese sich wünschen, welche Bedürfnisse sie rund um Ihr Angebot haben!

  • Haben Sie keine Angst, Ihr Produkt sachlich mit Alternativen zu vergleichen, auf der genannten facebook-Seite beispielsweise "Kaffee vs. Smoothie: Was ist besser?"

  • Sie suchen die bestgeeigneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Warum nicht auch in den Sozialen Netzwerken? Und die neuen Beschäftigten (oder Azubis) sollten Sie auch vorstellen! So zeigen Sie, dass in Ihrem Unternehmen sympathische Menschen agieren!

  • Krisenkommunikation: Wenn über Ihr Unternehmen einseitig berichtet wurde, es wirtschaftliche Probleme oder es besondere Vorfälle gibt, können Sie über die Sozialen Netzwerke schnell und direkt reagieren.

  • Vor allem aber verkünden Sie Positives – vom begeisterten Kunden, dessen brennendstes Problem Sie gelöst haben, über Ihre neuen Qualitätszertifikate bis hin zum stimmigen Betriebsfest!

Verlinken Sie Ihre Einträge auf facebook – die sogenannten posts – mit den Informationen und Meldungen (Stichwort: Blog) auf Ihrer eigenen Webseite. Auf diese Weise erhalten Sie mehr Besucher auf Ihrem Webauftritt! Und nicht zu vergessen: Illustrieren Sie Ihre facebook-Mitteilungen stets mit einem Foto oder Video. Humor ist hier ausdrücklich erwünscht, auch in dem Sinne, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen! Die Erfahrung zeigt, dass jene Einträge am meisten geliked („Gefällt mir“) und weiterverteilt werden, die besonderes lustig oder verblüffend sind.

Der Autor Thomas Beier ist Freiberuflicher Unternehmensberater und zugleich Inhaber von beiermedia.de, einem auf digitale Medien spezialisierten Unternehmen, zu dem auch eine Presseagentur gehört.

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  • Quelle: Thomas Beier | Foto und Montage: kropekk_pl / Anna, pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 10.09.2016 - 12:41 Uhr
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