Steuerberater für Privatpersonen: Wann ist es sinnvoll, einen Fachmann zu Rate zu ziehen?

Steuerberater für Privatpersonen: Wann ist es sinnvoll, einen Fachmann zu Rate zu ziehen?Zittau, 28. Januar 2017. Privatpersonen können zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sein: nämlich als Freiberufler und als Gewerbetreibende. Beim Steuerberater oder der Steuerberaterin erhalten Selbständige, darunter auch Kleinunternehmer, auf Wunsch eine vollumfängliche Beratung und Lösungen für auftretende Probleme. Jedoch auch Privatpersonen, die keiner selbständigen Tätigkeit nachgehen, können durch bestimmte Regelungen verpflichtet sein, eine Steuererklärung einzureichen. Die freiwillige Abgabe kann sich ebenfalls lohnen.

Wann sind Privatpersonen zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet?

Wann sind Privatpersonen zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet?

Finanzämter erheben Daten längst elektronisch – warum also Datenübertragung und Telekommunikation nicht stärker für die Steuerberatung nutzen?

Kommen neben Lohn- oder Gehaltszahlungen aus einem Anstellungsverhältnis weitere Einkünfte hinzu, wie etwa aus Vermietung und Verpachtung, dann werden die Sachverhalte schnell komplexer und halten Stolperfallen bereit. Gerade bei größeren Immobilien ist die ordnungsgemäße Buchführung eine durchaus anspruchsvolle Angelegenheit. Der Gesetzgeber hat genaue Vorgaben gemacht, wie die Einnahmen und Ausgaben zu ermitteln sind. Dies wird im Vorfeld durch eine geordnete Buchführung erleichtert.

Bestehen Kapitaleinkünfte, dann kann es durchaus sinnvoll sein zu prüfen, ob die bereits durch die Bank abgeführte Abgeltungsteuer nicht höher ist als die Einkommensteuer, die der Mandant – auch als Privatpersonen – zu zahlen hat. Ist dies der Fall, dann erhält der Mandant die Differenz zwischen der Einkommens- und Abgeltungssteuer erstattet.

Werden Wertgegenstände des nicht täglichen Gebrauchs innerhalb eines Jahres (Spekulationsfrist) gekauft und wieder veräußert, liegt eine Steuerpflicht vor, so dass die Abgabe der Erklärung zwingend ist. Diese Frist verlängert sich auf zehn Jahre, wenn mit diesen Gegenständen, zu denen auch Währungsguthaben zählen können, Einkünfte erzielt wurden. Diese Zehn-Jahres-Spekulationsfrist und damit ggf. Steuerpflicht besteht auch dann, wenn es um den Verkauf von Immobilien geht, die nicht durch den Steuerpflichtigen bewohnt worden sind. Zu den Einzelheiten muss man sich als Steuerbürger unbedingt kundig machen.

Fehlerhafte oder unvollständige Angaben in der Steuererklärung können sich schwerwiegend auswirken. Wenn die Steuer deshalb zu niedrig festgesetzt wurde, kann das Finanzamt ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung einleiten. Rentner sollten beachten, dass neben der Steuerpflicht für Renten beispielsweise Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und sonstigen Einkünfte beachtet werden müssen.

Welche Leistungen erhalten Mandanten bei einem Steuerberater?

Der Steuerberater oder die Steuerberaterin übernimmt die Einkommensteuererklärung, wo zutreffend, die dafür nötigen Jahresabschlüsse und berät seinen Mandanten auf Wunsch auch generell steuerlich vollumfänglich. Wer freiwillig oder wegen bestehender Steuerpflicht eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen will, kann seinen Aufwand dafür mit Hilfe eines Steuerberaters starke verringern – ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Ein Steuerberater bringt jedoch auch das nötige Fachwissen mit, damit die Steuererklärung möglichst wie eingereicht anerkannt wird. Sobald man feststellt, sich ein eigener Berater lohnt, gilt es den passenden zu finden.

Inzwischen gibt es Online-Steuerberatungen, die ihre Leistungen auch für Privatpersonen anbieten. Im Grunde erhält der Mandant online die gleichen Leistungen wie auch bei einer klassischen Steuerberatung. Zusätzlich wird die Sammlung der Belege online angeboten und auch eine direkte Buchführung online ermöglicht, so dass gegebenenfalls permanent eine Kontrolle besteht. Die Daten befinden sich nicht lokal auf der Festplatte, sondern liegen in einer Cloudlösung und sind so vor äußeren Einflüssen wie Bränden und Diebstahl weit besser als in den eigenen Räumen geschützt. Dies bietet dem Mandanten Sicherheit.

Auch während des Jahres steht der Steuerberater dem Mandanten bei Fragen telefonisch, per E-Mail oder auch per Video-Chat zur Verfügung. Bei felix1.de kann der persönliche Berater aus einem großen Pool von Steuerberatern gewählt werden. Dieser ist sogar vor Ort in seinem Büro nach Terminvereinbarung besuchbar.

Wie funktioniert die Steuerberatung online?

Die Online-Steuerberatung ist bei den verschiedenen Anbietern sehr ähnlich strukturiert. Unterschiedlich ist, dass felix1.de zum Beispiel als Cloudanbieter strukturiert ist. Dies bedeutet, dass hier Steuerberater im Verbund zusammengeschlossen sind und der Mandant sich einen Berater aussuchen kann. Dies ist bei Der OnlineSteuerberater ähnlich, hier steht jedoch eine Kanzlei im Hintergrund, welche ihr Arbeitsfeld ins Web verlagert hat.

Die Arbeitsweise ist jedoch bei beiden Modellen stark ähnelnd. Die Belege können online eingereicht werden. Auch die Buchhaltung kann komplett online vom Steuerberater durchgeführt werden. Die Beratung kann über mehrere Medien erfolgen, sei es per Smartphone, per Mail oder auch via Video-Chat oder über die Plattform selbst. Dem Mandanten stehen also unterschiedliche Wege offen.

Wie sieht die Preisstruktur aus?

In der Regel bieten alle Anbieter verschiedene Pakete an, die für den Mandanten auf übersichtliche Weise Preissicherheit bieten. Im Vorfeld ist die Summe bekannt und es kann nicht zu Verschiebungen kommen. Die Preise variieren im Rahmen der Steuerberater-Gebührenverordnung nach Bedarf und Umfang.

Steuerberater bieten gerade bei komplexeren Sachverhalten oder auf dem Weg in die Selbstständigkeit entsprechende Hilfe – eine Ausgabe, die sich durchaus lohnen kann.

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  • Quelle: red | Foto Formular: webandi / Andreas Lischka, Foto mit Notebooks: Unsplash, beide pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 28.01.2017 - 07:11 Uhr
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