Theater Zittau: Frei gewordene Stellen neu besetzen!

Theater Zittau: Frei gewordene Stellen neu besetzen!Zittau. Der linke Stadtrat Jens Thöricht hatte auf der Stadtratssitzung vom November 2012 den Zittauer Oberbürgermeister Arnd Voigt gebeten, bei der Leitung der Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH zu intervenieren und darauf zu dringen, dass die frei gewordenen Stellen beim Ensemble der Zittauer Spielstätte neu besetzt werden. Thöricht zum Hintergrund seiner Bitte: "Die Sächsische Zeitung hatte im November 2012 berichtet, dass, wenn es nach Caspar Sawade, dem kaufmännischen Direktor, geht, das Ensemble bereits ab der nächsten Spielzeit nur noch neun Darsteller umfassen soll."

Thöricht: Steuerzahler nicht doppelt belasten

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Thema: Theater Görlitz-Zittau

Theater Görlitz-Zittau

Die Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH (GHT) verfügt über feste Häuser in Görlitz und Zittau und bespielt die Waldbühne Jonsdorf. Als Vierspartenhaus vereint das GHT Musiktheater (Oper, Operette, Musical), Tanz, Schauspiel und die Konzerte der Neuen Lausitzer Philharmonie. Es ist ein wichtiger Teil Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien. Beliebt sind auch die Aufführungen an besonderen Spielstätten. Das Theater engagiert sich in der Theaterpädagogik für Kinder und Jugendliche sowie im interkulturellen Austausch mit Polen und Tschechien.

Nun vorliegenden Antwort des Zittauer Oberbürgermeister vor (Abbildung). In dieser teilt er mit: "Es ist sehr bedauerlich, dass das vom Theater umzusetzende Konsolidierungskonzept mit Reduzierungen beim Angebot und Personal, vor allem in der Schauspielsparte und damit im Zittauer Haus verbunden ist. Zur konkreten Umsetzung des Sparkonzeptes liegen mir als Oberbürgermeister keine Informationen vor. Somit habe ich keine Basis für diesbezügliche Gespräche mit der Geschäftsführung des Theaters.“

Für Thöricht ist das nicht zufriedenstellend. Er sieht den Oberbürgermeister der Stadt Zittau zugleich als Mitglied des Aufsichtsrates des Theaters. Als Aufsichtsrat kenne der Oberbürgermeister die Entscheidungen zum "Kürzungskonzept“ des Theaters, als Stadtoberhaupt müsse er, so Thöricht, also entsprechende Handlungen daraus ableiten können.

Die Gründung einer Theaterstiftung ausschließlich zu Gunsten des Zittauer Theaters sieht Thöricht als einen falschen Weg - vor allem auch deshalb, weil "sich die Bürgerschaft finanziell für den Erhalt ihres Theaters“ engagieren soll. "Wozu zahlen diese dann schon Steuern?", fragt Thöricht.

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  • Zuletzt geändert am 07.02.2013 - 08:01 Uhr
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