Aus dem Zittauer Stadtrat

Aus dem Zittauer StadtratZittau, 18. November 2016. Aus der gestrigen Stadtratssitzung erreichten den Zittauer Anzeiger die nachstehenden Meldungen. Die aktuellen Beschlüsse betreffen die mögliche Ausrichtung des Landeserntedankfestes 2018, die Sanierung einer Kindereinrichtung, die Gründung einer Museumsstiftung und die touristische Vermarktung der südlichen Oberlausitz mittels einer "Tourismuszentrale".
Abbildung: Der Turm der Zittauer Rathauses, das von 1840 bis 1845 von Carl August Schramm unter Verwendung von Plänen von Karl Friedrich Schinkel erbaut wurde.

Stadtratsbeschlüsse vom 17. November 2016

Stadtratsbeschlüsse vom 17. November 2016

Die Klosterkirche in Zittau (Petri-Pauli-Kirche) gehörte einst zum Franziskanerkloster, das längst Museumszwecken dient.

Zittau bewirbt sich um Landeserntedankfest 2018

Der Stadtrat der Großen Kreisstadt Zittau hat in Oberbürgermeister Thomas Zenker beauftragt, die notwendigen Maßnahmen zur Bewerbung um die Ausrichtung des 21. Sächsischen Landeserntedankfestes im Jahr 2018 einzuleiten.

Sollte Zittau den Zuschlag für das regulär nach dem Tag der Sachsen und vor dem ersten Sonntag im Oktober als Drei-Tages-Veranstaltung terminierte Fest erhalten, würde im Jahr 2018 allerdings kein separates Zittauer Stadtfest stattfinden.

Grundhafte Instandhaltung der Kindertagesstätte "Querxenhäus'l"

Die Kindertagesstätte "Querxenhäus‘l" muss dringend instandgesetzt werden. Dazu hat der Stadtrat beschlossen, außerplanmäßig Geld bereitzustellen. Damit sollen Planungsleistungen finanziert werden.

Es geht um insgesamt 98.000 Euro, die aus im Jahr 2016 nicht in Anspruch genommenen Betriebskosten der Zittauer Kindertagesstätten gGmbH stammen.

Gründung der "Museumsstiftung Franziskanerkloster Zittau"

Oberbürgermeister Thomas Zenker erhielt den Auftrag, im Zusammenwirken mit der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Zittau die Gründung einer "Museumsstiftung Franziskanerkloster Zittau" auf den Weg zu bringen.

Zum Zweck der vorgesehenen Stiftung ist laut Satzungsentwurf die Förderung von Kunst und Kultur, des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege. Dabei solle der Stiftungszweck, so heißt es, insbesondere durch den Erhalt des Ensembles des ehemaligen Franziskanerklosters als eines tragenden Bestandteils des Erscheinungsbildes der Stadt Zittau, seiner Nutzung für museale und kulturelle Zwecke sowie für Zwecke der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde St. Johannis Zittau erreicht werden.

Weil der Entwurf vorsieht, dass die Stiftung auch selbst Museen betreiben kann, bestünde mit der Gründung zukünftig die Möglichkeit, die Städtischen Museen Zittau, die sich schon heute im Komplex Franziskanerkloster befinden und die Räumlichkeiten u.a. für die große Reformationsausstellung im Jahr 2017 und die Präsentation des „Zittauer Epitaphienschatzes“ nutzen, in die Stiftung einzubeziehen.

Die Gründung der Mueumsstiftung soll jedoch erst dann erfolgen, wenn das sanierte Gebäude der Klosterkirche in die Stiftung eingebracht werden kann.

Neue Strukturen für die touristische Vermarktung

Weiter hat der Stadtrat beschlossen, dass Oberbürgermeister Zenker die Übernahme der Geschäftsbesorgung der Touristinformation Zittau (TI) durch die Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft mbH (ZSG) zum 1. Januar 2017 vorbereiten soll.

Damit will die Stadt Zittau den Grundstein für eine gemeinsame "Tourismuszentrale" für den Naturpark Zittauer Gebirge bzw. die gesamte südliche Oberlausitz legen. Weil aber für eine schlagkräftige Vermarktungszentrale das Zusammenstehen aller beteiligten Akteure unabdingbar ist, bereitet parallel zum gestrigen Beschluss die Touristische Gebietsgemeinschaft Zittauer Gebirge-Oberlausitz (TGG) die Übertragung der Geschäftsbesorgung der TGG an die ZSG vor.

Der Zittauer Stadtratsbeschluss gilt vorbehaltlich der Zustimmung der Mitgliederversammlung der TGG, die am 29. November 2016 zusammentritt, zu diesem Vorgehen.

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  • Quelle: red | Fotos: © Zittauer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 18.11.2016 - 12:09 Uhr
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