Zittauer Kunst im mährischen Olmütz
Olmütz (Olomouc). Die bislang bedeutendste Schau von Kunstwerken aus Zittau findet in Olmütz statt. Das Kunstmuseum Olmütz (Muzeum umĕní Olomouc) präsentiert noch bis zum 12. Februar 2012 die Ausstellung „Berührt vom Kreuz. Schätze aus den Städtischen Museen Zittau und der Sammlung Wolfgang Sternling“.
Ausstellung berichtet auch von alten Verbindungen nach Mähren
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Quelle: Stadtverwaltung Zittau
Es sind etwas 200 Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken, die für die Ausstellung nach Olmütz in das zweitgrößte Kunstmuseum der Tschechischen Republik gebracht wurden.
Zum Kunstmuseum Olmütz gehört auch das Erzdiözesanmuseum (Arcidiecésní muzeum) gehört, ein neues Haus für sakrale Kunst. Das mit internationalen Preisen geehrte Haus hat die Ausstellungsreihe begründet, in der nach dem Dom- und Diözesanmuseum Wien mit der Sammlung Otto Maurer nun die Zittauer Ausstellung mit der Sammlung Wolfgang Sternling gezeigt wird.
Von den Zittauer Fastentüchern fasziniert und berührt, hatte der Kölner Kunstsammler Wolfgang Sternling seine mehr als 700 Werke umfassende Kreuzsammlung mit Meisterwerken von Dürer bis Dalì nach Zittau geschenkt. Einige der schönsten Sammlungsstücke bilden nun den Kern der Olmützer Ausstellung. Vertreten sind Werke von Michael Wohlgemuth, Lucas van Leyden, Lovis Corinth, Max Slevogt, Max Beckmann, Marc Chagall und Alfred Hrdlicka.
Ergänzt wird diese Auswahl durch Gemälde, Skulpturen und Grafiken, die auf Zittau, die Fastentücher und die alten Sammlungen in den Städtischen Museen Zittau und der Christian Weise-Bibliothek Zittau hinweisen. Gezeigt wird auch eines der Zittauer Missalien, dazu das Diptychon Kaiser Maximilians als Lebender und als Toter, die Madonna mit Kind aus der Cranach-Werkstatt und das Altarbild der Zittauer Kreuzkirche von Friedrich Kremsier. Die Skulptur des "Christus in der Rast" aus Berthelsdorf ist ein Beispiel Oberlausitzer Kunst der Spätgotik mit Bezug zur Passion und zum Kreuz.
Dank Unterstützung von privaten Mäzenen ist es gelungen, einige Kunstwerke eigens für die Ausstellung in Olmütz zu restaurieren, so das Bild des Schnitter-Epitaphs aus der Zittauer Kreuzkirche.
Die ebenfalls gezeigten Ansichten von Zittau erlauben es, sich ein Bild vom Heimatort der Kunstschätze zu machen und erzählen von den alten Verbindungen der Oberlausitz mit Mähren. Immerhin kam der wichtigste Bürgermeister Zittaus im 16. Jahrhundert, Nikolaus von Dornspach, aus Mährisch Trübau (Moravská Třebová).
Olmütz ist heute ein Zentrum für Kunst und Kultur in Mähren, mit einer prächtigen Altstadt, Kirchen und Palästen. Universitätsstadt ist Metropole des Erzbischofs Jan Graubner, der zusammen mit dem Erzbischof von Köln, Kardinal Joachim Meisner, die Schirmherrschaft über die Ausstellung übernommen hat.
Kleines Bild:
Friedrich Kremsier: Kreuzigung Christi, 1654, Öl auf Holz, Altarbild der Zittauer Kreuzkirche, Museum Kirche zum Heiligen Kreuz Zittau
Quelle: Stadtverwaltung Zittau
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- Quelle: red | Fotos: Stadtverwaltung Zittau
- Zuletzt geändert am 26.11.2011 - 10:42 Uhr
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