Einfach nur Glück gehabt?

Einfach nur Glück gehabt?Zittau, 23. Mai 2016. Sie wissen ja, wie das ist, in Zittau wie anderswo: Es sind immer die Anderen, die ganz genau Bescheid wissen, warum jemand augenscheinlich Erfolg hat. Sie kennen die Ursache ganz genau: Der oder die hatte einfach Glück: mit dem Job, dem Lottogewinn, der Heirat, dem Chef, der Ausbildung, als Unternehmen mit dem Auftrag oder dem neuen Produkt, dem Kunden. Weshalb glauben so viele, dass die anderen einfach nur Glück gehabt haben?

Glück kommt nicht von allein

Glück kommt nicht von allein

Auf einem Spaziergang die Waldfee treffen, die einem das Glück schenkt? Das wird wohl für immer ein Wunschtraum bleiben. Aber für sein Glück kann man selbst was tun.

Dem anderen "Glück" zuzuschreiben ist oft genug nur Ausdruck für dafür, dass man seine eigenen Träume, Wünsche, Ziele - warum auch immer - nicht verwirklicht hat. So gesehen ist diese Zuschreibung von Glück an andere eine Rechtfertigung für die eigene Situation - man hatte dieses Glück eben nicht.

Dabei wird regelmäßig unterstellt, Glück zu haben, sei reiner Zufall, es ereile einen quasi aus heiterem Himmel. Doch das Spiel läuft anders: Wohl jedes "Glück" bedingt eine gewisse Vorleistung, allerdings ohne die Garantie, dass das "Glück" eintritt. Wie ist das gemeint?

Wer im Lotto gewinnt, muss eine Los gekauft oder einen Tipp abgegeben haben, sonst wäre dieser Glücksfall unmöglich. Wer mit Anfang 50 glücklich Silberhochzeit feiert, muss zwangsläufig mit Mitte 20 geheiratet haben - und zwar ohne jede Garantie dafür, dass die Ehe 25 Jahre lang anhalten wird.

Zwei Voraussetzungen für Glück

Das ist interessant: Wer Glück haben will, muss

  • das Risiko einer Vorleistung eingehen und

  • dieses "Glücksprojekt" dann so steuern, dass er (oder sie) immer wieder Glückserlebnisse damit hat.

Auf die Spitze treiben diese Erkenntnis die Anbieter von Online Spielen, insbesondere, wenn es um Geld geht. Hier lockt das schnelle Glück in Form von Geldgewinnen, für die man allerdings vorab einen Einsatz wagen muss. Weil jeder neue Einsatz auch die Chance auf neues Glück enthält, ist hier die Gefahr der Spielsucht besonders groß.

Nicht zuletzt deshalb regelt der deutsche Gesetzgeber die Vergabe von Lizenzen für Spielcasinos besonders rigide. Allein Schleswig-Holstein hat wenige Lizenzen an Online Casinos vergeben, so beispielsweise an den Anbieter DrückGlück-Casino. Das muss man erwähnen, weil der frühere Fußballmanager Reiner "Calli" Calmund - ein für viele Menschen ausgesprochen sympathischer Typ - das Werbegesicht dieses Anbieters ist und so besonders Vertrauen erzeugt.

Ein Fazit

Wer, auf welchem Gebiet auch immer, "Glück" haben will, muss sich mit den "Regeln des Glücks" beschäftigen. Zu diesen zählt:
  1. Man muss das Glück provozieren. Wer sich nicht auf Chancen und die fast zwangsläufig dazugehörenden Risiken einlässt, an dem geht das Glück vorbei.

  2. Chancen ergreifen, sobald sie sich auftun! Nicht etwa “erst einmal abwarten”.

  3. Zielstrebig sein: Nicht nur davon träumen, wie schön es sein könnte, sondern sich Ziele setzen und darauf hin arbeiten. Erst Ziele ermöglichen es zu entscheiden, was man tun muss, um ihnen näher zu kommen.

  4. Lieber mit kleinen sicheren Schritten stetig vorwärtskommen, als mit großen Sprüngen das Risiko großer Rückschläge einzugehen.
Das sind Grundsätze, die wohl für das ganze Leben gelten. Geht es nicht immer darum, sein ganz persönliches Glück ein wenig zu provozieren, damit es sich einem zuwendet?

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  • Quelle: TEB | Foto Kleeblatt: meineresterampe, Foto Mädchen: Adina Voicu, beide pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 23.05.2016 - 15:15 Uhr
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